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The Barclays auf dem teuersten Golfplatz der Welt: Liberty National

Golfplatz "Liberty National", Foto: Tom Kite Design
Golfplatz ‚Liberty National‘, Foto: Tom Kite Design

Den Golferspruch ‚Die besten Geschäfte macht man auf dem Golfplatz‘ hat sich der Amerikaner Paul Fireman zu Herzen genommen und 129 Millionen Dollar in die Hand genommen, um den teuersten Golfplatz der Welt zu bauen. 60 Millionen soll allein das Clubhaus gekostet haben, welches dem Opernhaus von Sydney angelehnt ist. Als Gründer und Vorstand des amerikanischen Sportartikelhersteller Reebock wird er neben seinem Eintrag in die Forbes-Liste für Reiche, bekannt als ‚World’s Richest People‘, jetzt wohl auch in die Hitliste „Die teuersten Golfplätze“ mit aufgenommen. Doch den Platz kann man nicht vergleichen mit Shadow Creek in Las Vegas, wo man als Tages-Greenfee seine 500 Dollar bezahlt. „Liberty National“ ist nicht geöffnet für einfache Greenfeespieler – wer diesen Platz einmal spielen will, muß Mitglied im Club werden.  Und die Clubmitgliedschaft kostet 500.000 Dollar. Wenn man die halbe Million auf 20 Jahre hoch rechnet und ca. 30 x 18-Loch spielt, kommt man auf ca. 835 Dollar pro Einzelrunde und damit bewegen wir uns wieder in der Liga von ‚Shado Creek‚. Einziger Haken: Nicht jeder kommt in den Club. Über die Website des Golfclubs kann man sich ein Formular herunter laden, welches man ausfüllt, faxt und wartet. Welche Voraussetzungen für einen Rückruf und eine Zusage zu Grunde gelegt werden, konnten wir nicht heraus bekommen.

Im Moment hat der Club 100 Members und kürzlich erzählte Dan Fireman, Co-Gründer, Golfer und Sohn von Paul Fireman, einem Forbes-Reporter, daß auch ein paar Familienmitglieder der Gambinos seit Eröffnung des Platzes im Jahre 2006 hier spielen. Coppolas Film ‚Der Pate‘ beruhte auf der Geschichte von Carlo Gambino. Dies lässt vermuten, daß wahrscheinlich einige Familienmitglieder der New Yorker ‚upper class‘ im ‚Liberty National‘ ein und ausgehen. Wer würde nicht gern 1000 Yards von der Lady Liberty Golf spielen?
Damit der Golfplatz die gewissen PGA-Standards erfüllte, wurde die Golf-Legende Tom Kite und der Golfplatzarchitekt Bob Cupp an Bord geholt. Tom Kite (Jahrgang 49) zählte zu den beständigsten und erfolgreichsten Golfern der PGA. Als erster hatte er die dritte Wedge im Bag und setzte offiziell auf Sportpsychologie. Für viele war Fitness noch ein Fremdwort – heute fallen die Muskelpakete unterm Golfshirt auf. In den frühen 90ern begann er mit dem Golfplatz-Design und baute u.a. für Immobilien-Mogul Donald Trump den Trump International Golfplatz Puerto Rico. Doch Liberty National war für Kite eine andere Herausforderung. In den 30ern standen hier Erdöl-Tanks, später Autowerkstätten und Autoschrottplätze, welche das Land kontaminierten. Eine Vielzahl von Umwelt-Einschränkungen, zahlreiche Genehmigungen, über 90 verschiedene Konzepte für die Fairways und nur zwei Füsse Höhenunterschied machten den Golfplatzarchitekten zu schaffen. 5.000 Bäume wurden gepflanzt und 5.200 Sprinkler bewässern die Fairways. Wer hätte gedacht, daß sich 2009 die PGA-Tour mit dem ‚The Barclays‘-Turnier  hier einquartiert. Den Gewinnern winken 10 Millionen und die begehrten Punkte für den FedExCup.

Liberty National (7.413 yards, Par of 70)
100 Caven Point Road
Jersey City, NJ 07305
Tel. 001/201/3334105 oder www.libertynationalgc.com

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