Freitag , Oktober 30 2020
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Mehr Kraft und Stabilität – Das richtige Krafttraining für Golfer

Außenstehende unterschätzen oftmals die körperliche Leistungsfähigkeit, die professionelle Golfer auf das Grün bringen müssen. Die Verbindung aus Golf und Krafttraining mag erst einmal befremdlich klingen. Doch für Profis zählt das regelmäßige Training zum Alltag. Wir werfen einen Blick auf die wichtigsten Übungen für Golfer, mit denen sich optimale Fortschritte erzielen lassen.

 

Krafttraining für Golfer
Krafttraining für Golfer ist genauso wichtig wie der richtige Schwung oder das richtige Equipment. Foto von Karl Solano von Pexels

Kraft aus der Körpermitte

Eine explosive Kraftentwicklung ist vor allen Dingen beim Abschlag gefragt. Die Muskulatur wird stark beansprucht und unterschiedliche Muskelgruppen müssen dazu in der Lage sein, fast auf Knopfdruck präzise zusammenzuarbeiten. Der größte Teil der Kraft, die letztlich über den Schläger auf den Ball gelenkt wird, stammt dabei aus der Mitte des Körpers. Übungen, welche auf die Stärkung des Rumpfes abzielen, zählen aus dem Grund zum Repertoire eines jeden Golfers.

Bereits der klassische Plank zählt zu den Übungen, die dazu sinnvoll eingesetzt werden. Noch intensiver ist das Werfen eines Medizinballs aus der Rotation gegen eine nahegelegene Wand, um diesen im Anschluss wieder aufzufangen. Diese Übung simuliert das Abschlagen des Balls möglichst präzise.

Regelmäßige Ausführung – auch zuhause

Nicht nur im Fitnessstudio haben Golfer und alle, die es werden wollen, Gelegenheit zum Training. Auch zuhause können viele Übungen unter hoher Intensität und großem Trainingserfolg durchgeführt werden. Ein Überblick über die besten Übungen für die eigenen vier Wände ist hier zu finden.

Wichtig ist vor allem die Regelmäßigkeit, mit der die Übungen ausgeführt werden können. Wer sich zumindest zwei Mal pro Woche eine Stunde Zeit nimmt, kann damit bereits beachtliche Erfolge erzielen. Von Bedeutung ist außerdem die Steigerung der Intensität. Dies ist zum einen über eine Erhöhung des Gewichts möglich, unter dem einzelne Übungen ausgeführt werden. Andererseits kann die Anzahl der Wiederholungen in die Höhe geschraubt werden, um sich dem Ziel zu nähern.

Entscheidend ist damit auch die Dokumentation des Trainings. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die gewünschte Progression einsetzt und Erfolge messbar werden. Ebenso sinnvoll ist es, die Regeneration des Körpers nicht zu unterschätzen und genug Zeit für sie einzuplanen. Letztlich ist dies die Phase, in der Anpassungseffekte stattfinden, welche letztlich eine Steigerung der Leistung zur Folge haben.

Der Mehrwert des Beintrainings

Nun würde kein Profi allein die Rumpfmuskulatur in Betracht ziehen, um die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern. Ebenso wichtig ist es, die Beine als Fundament des Körpers mit in das Krafttraining einzubeziehen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich schon nach einiger Zeit muskuläre Dysbalancen zeigen, die nur noch sehr schwer korrigiert werden können.

Ein fester und sicherer Stand und die Rotation der Hüfte – das sind die wichtigsten Aspekte der Beinarbeit beim Golf. Die Kniebeuge ist als Verbundübung, an der viele verschiedene Muskeln beteiligt sind, perfekt für die Stärkung geeignet. Wahlweise kann diese Übung mit zusätzlichem Gewicht einer Hantelstange durchgeführt werden. Dies steigert die Intensität noch weiter und erlaubt damit eine beliebig starke Progression. Wichtiger als die reine Steigerung der Kraft ist die saubere Durchführung, um zugleich die Koordination zu schulen, die auf dem Grün von ebenso großer Bedeutung ist.