Mittwoch , Dezember 12 2018
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Mentaltraining für Golfer: Dein Handicap ist nur im Kopf!

Das Wort NICHT hat auf dem Golfplatz nichts verloren. Golf-Autor Bernd Litti beschäftigt sich seit über 20 Jahren damit! Sein Buch „Dein Handicap ist nur im Kopf. So werden Sie mental stark“ (Goldmann Verlag) ist so erfolgreich, dass JuCad seit diesem Jahr sogar eine DVD Sonderausgabe mit dem Singlehandicapper herausbrachte. Die gute Nachricht: Jeder kann es lernen! Dafür hat der Autor einige Tipps und Anwendungsbeispiele verewigt!

Mentaltraining für Golfer. Zum Buch gibt es noch eine DVD, welche noch prägnanter zusammengefasst ist.
Zum Buch gibt es eine DVD, welche das Thema prägnant zusammenfasst

Positiv denken!

Das Gehirn erkennt das Wort nicht nicht. Streiche das Wort nicht aus deinen Gedanken und denke positiv. Aus „Lass den Ball nicht zu kurz, da ist Wasser.“ wird „Spiel den Ball lieber lang, da ist Platz.“. So nehmen wir die schlechten Gedanken aus dem Kopf und ersetzen sie durch positive Ziele.

Play your game

„Schere dich nie um das Spiel der anderen, du kannst nur dein eigenes Spiel beeinflussen.“ zitierte Davis Love einst nach einem Turniersieg seinen Vater, nachdem er einen stark aufspielenden Tiger Woods hinter sich ließ.

Auch Masters-Champion Adam Scott zeigt im DVD-Film, wie er sich auf einen Golfschlag vorbereitet. Auf dem Golfplatz beschäftigen wir uns nur mit dem, was wir selbst kontrollieren können. Gedanken über alles andere kosten unnötige Energie.

Zocken

Wer auf Privatrunden mit Druck spielt, der kann damit auch im Turnier besser umgehen. Der Putt auf der Privatrunde geht auf einmal um 5€, der Putt im Turnier „nur“ ums Handicap.

Keine Dummheiten

Amateurgolfer sind keine Zauberer. Wie oft funktioniert der flache Hook aus dem Wald raus, der vor dem Wasser liegen bleibt? 0 von 20, 1 von 20-mal? Wie oft versuchen wir ihn zu spielen? Bei jeder zweiten Gelegenheit? Oft denkt man sich nach der Runde „Das war vielleicht blöd!“, „Die Entscheidung war wirklich dumm!“, und ärgert sich den ganzen Nachmittag. Natürlich werden wir hier und da falsche Entscheidungen treffen, aber die richtigen Schlüsse daraus ziehen zu können, macht uns zu einem besseren und intelligenteren Golfer.

Der Pro hilft dir, aber er trainiert nicht für dich

Ein Pro braucht mehr als nur eine Stunde, um dein Golfspiel zu verbessern. Lass dir Zeit, der Pro trainiert zwar mit dir, er trainiert aber nicht für dich. Es liegt am Spieler, die Ratschläge umzusetzen und einen passenden Rhythmus für die Veränderungen zu finden. Es bedarf mehr als nur einer Trainerstunde.

Eine Schlagroutine entwickeln

Jeder Schlag muss genau geplant und vorbereitet werden: wie ist der Wind, wie fühle ich mich, wo ist die Gefahr, auf welcher Seite bin ich sicher? Im Kopf entsteht ein Bild vom Ballflug oder vom Break, der Schlag wird visualisiert. In den Probeschwüngen wird das Gefühl für diesen Gedanken gesucht. Wenn das Gefühl da ist, geht es an den Ball. Dort zählt es nur noch, das Gefühl umzusetzen und alle anderen Gedanken auszublenden, nur der Golfschlag zählt jetzt.
Ab 2019 hat man nur noch 40 Sekunden für seinen Schlag.

Fehler passieren

Nicht jeder Schlag kann perfekt sein, auch Profis machen Fehler. Die Kunst ist es, die Fehler zu akzeptieren, den Kopf oben zu halten und weiterzukämpfen. Am Ende gewinnt immer derjenige, der die wenigsten Fehler macht. Bestes Beispiel: Francesco Molinari gewann die 147. Open in Carnoustie mit einem bogeyfreien Wochenende.

Was im Buch nicht steht, aber in der DVD erwähnt wird: Tragen oder Trolley ziehen sieht zwar cool und sportlich aus, kann aber auf der Runde auch einiges an Kraft und somit Schläge kosten. Mit Elektrotrolley ist es wesentlich entspannter.

Text: Philip Appelmann

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