Donnerstag , Dezember 13 2018
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Das Chippen – Trainingstipps für besseres Chippen

Der Chip ist ein kurzer flacher Annäherungsschlag auf das Grün. Der Chip wird in der Regel dann ausgeführt, wenn der Ball nahe am Grün liegt und nur noch ein kleines Hindernis (Bunker, Rough) überwinden muss. Im Gegensatz zum Pitch rollt der Ball beim Chippen den größten Teil der zurückgelegten Distanz zur Fahne und ist damit einer der wichtigsten Schläge beim Golf überhaupt. 

Jordan Spieth beim Chippen
Der Youngster Jordan Spieth spielt einen Chip (Foto: Tannen Maury)

Der Chip wird hauptsächlich mit Wedges oder Eisen gespielt und nur in seltenen Fällen mit den Hölzern. Beim Chippen gibt es verschiedene Techniken und Trainingsmethoden. Der wahrscheinlich wichtigste Tipp den man beim Chippen beachten sollte ist, dass der Schlägerkopf zu keiner Zeit die Hände überholen darf. Wenn der Schlägerkopf die Hände überholt, ist das ein sicheres Rezept für einen schlechten Ballkontakt.

Die grundlegenden Techniken beim Chippen sind im folgenden Video von Oliver Heuler kurz erklärt und dargestellt.

Trainingstipps für das Chippen

Eine simple Trainingsmethode, die sich besonders zu Beginn des Trainings gut eignet, ist das Experimentieren mit dem Landepunkt. Dafür steckt man sich Tees in verschiedenen Distanzen ins Grün und versucht den Ball neben den Tees landen zu lassen. So bekommt man gleich zu Beginn ein gutes Feeling für das Luft-Boden Verhältnis.  Dazu kann man noch die Ballposition oder Schlägerblattstellung vor dem Schlag variieren. So lernt man abzuschätzen, wie weit der Ball bei unterschiedlichen Fluglängen ausrollt.

Nachdem man ein Gefühl für das Grün bekommen hat, erweitert man sein Training durch das Stellen von Aufgaben. Ein Beispiel: Man sucht sich drei Fahnen auf dem Übungsgrün aus, nimmt fünf Bälle aus dem Bag und spielt jeweils fünf Chips auf eine Fahne. Ziel dabei ist es nun, mindestens drei Bälle innerhalb einer oder zwei Schlägerlänge an die Fahne zu spielen. Schafft man die Aufgabe, geht es weiter zu nächsten Fahne. Je nach Spielstärke kann die Schwierigkeit erhöht werden. Durch Challenges wie diese, kann man selbst ein wenig Druck aufbauen und so platznahe Bedingungen schaffen.

Eine weitere gute Übung ist die ‚Up and Down Challenge‘. Bei dieser Übung benötigt man zusätzlich seinen Putter und nur einen Ball. Ziel der Challenge ist es, aus neun (oder 18) unterschiedlichen Lagen jeweils nur einen Chip und einen Putt zu brauchen. Man spielt also neun Löcher auf dem Chip-Grün und darf insgesamt nur 18 Schläge benötigen. 18 Schläge auf neun Loch ist hier Profi-Niveau. Je nach Spielstärke ist kann diese Übung auch mit mehr Schlägen ausgeführt werden.

‚Hinge and Hold‘ – Technik für Fortgeschrittene

Viele Wege führen nach Rom und das gilt auch für das Chippen. Die Standard-Chip-Methode ist für jeden Golfer eine gute Variante und kann ebenso zum Erfolg führen wie die ‚Hinge and Hold‘ Technik. Diese besondere Technik wird vor allem von Tour-Profi Phil Mickelson propagiert und ist auf gutem Niveau weit verbreitet. Doch nur weil gute Spieler oder Profis diese Technik nutzen, ist dies keine Garantie für Erfolg.

Bei der Hinge and Hold Technik werden, im Gegensatz zur traditionellen Technik, die Hände zu Beginn der Bewegung abgewinkelt. Der Schlägerkopf bewegt sich betont nach oben, wobei die Hände sich kaum vom Ball wegbewegen. Dieser Bewegungsablauf nennt sich ‚Hinge‘. Beim Vorschwung geht es darum, diesen Handgelenkswinkel aufrecht zu erhalten. Wenn das gelingt, erreicht man im Treffmoment die ideale Position von Arm und Schläger.

Im folgenden Video erklärt Phil Mickelson die ‚Hinge and Hold‘ Technik.