Freitag , September 17 2021
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Nach den Majors und Olympia: Der Ryder Cup 2021 steht an

Das Golfjahr 2021 ist reich an Höhepunkten. Nach den vier großen Major-Turnieren ist nun auch das Olympische Golfturnier zu Ende gegangen. Doch auch wenn die olympischen Medaillen vergeben sind und Masters, PGA Championship, US Open sowie Open Championship ihren neuen Meister gefunden haben, hat die Golfsaison noch ein echtes Highlight zu bieten. Denn im September steht der Ryder Cup noch an. Wir gehen kurz auf die bisherige Major-Saison ein und stellen das traditionsreiche Mannschafts-Turnier genauer vor.

 

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Das war das Golfjahr bis jetzt

Los ging die Major-Saison auf der PGA-Tour traditionell mit dem Masters. Das erste Major im April gewann Hideki Matsuyama, der damit als erster Japaner das Master gewinnen konnte. Kürzlich holte er bei den Olympischen Spielen ebenfalls die olympische Bronzemedaille. Die PGA-Championship im Mai konnte sich dann Phil Mickelson zum zweiten Mal in seiner Karriere sichern. Bei den US Open stand am Ender der Spanier Jon Rahm ganz oben. Die British Open gingen an Collin Morikawa, der 15 unter Par blieb. Das Olympische Golfturnier entschied der US-Amerikaner mit deutschem Pass, Xander Schauffele, für sich. Silber holte der Slowake Rory Sabbatini vor dem Taipeh-Chinesen Pan Cheng-Tsung. Doch im Vergleich zum Ryder Cup scheinen all diese Titel nur Makulatur.

über 55.000 Zuschauer im schottischen Gleneagles. hier Phil MIckelson, Rory McIlroy auf Bahn 18.
Über 55.000 Zuschauer kamen 2014 ins schottischen Gleneagle. Hier Phil Mickelson, Rory McIlroy auf Bahn 18. Fotocredit: JM

Endlich wieder Ryder Cup 2021

Im September ist es dann endlich so weit – der Ryder Cup steht wieder ins Haus. Alle zwei Jahre kommen die besten Spieler der PGA-Tour zusammen und spielen in Teams um die begehrte Trophäe – und das, obwohl im Gegensatz zu den anderen großen Turnieren kein Preisgeld auf dem Spiel steht. Und auch sonst ist das Turnier kaum mit einem „konventionellen“ zu vergleichen. Denn seinen ganz eigenen Mythos zieht der Ryder Cup auch aus den grölenden Fanscharen, die Golfer von Loch zu Loch begleiten. Das Ganze hat mehr von einem Fußballspiel als von einem klassischen Golfturnier. Auch Experten wie Buchmacher haben den Wettkampf daher in ihr Repertoire aufgenommen. Während Team USA bei Betway mit einer Sportwetten Quote von 1,57 der Favorit ist, wird Europa mit einer Quote von 2,63 gelistet (Stand: 12.08.). Auf dem traditionsreichen Whistling Straits Kurs in Wisconsin wird Steve Stricker Team USA anführen und Padraig Harrington den Kapitän der Europa-Auswahl geben.

 

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So ist der Mythos Ryder Cup entstanden

Die Geschichte des Ryder Cups reicht bis in die frühen 1920er Jahre zurück. Die erste offizielle Austragung fand 1927 im Worcester, Massachusetts statt. Der Name des Turniers geht auf den britischen Samenhändler Samuel Ryder zurück. Er war einer der ersten Golfer, der ein Mannschafts-Turnier zwischen den USA und Europa vorschlug. Angestachelt vom Patriotismus entwickelte sich der Ryder Cup auch bei den Fans zu einem der populärsten Events – nicht selten mit martialischer Wortwahl. Denn nicht nur bei den Spielern fällt bei dem Prestige-Duell nicht selten die sonst so übliche Golf-Etikette, sondern auch Atmosphäre gleicht einem Hexenkesse. Zeitweise berichtete die Presse bereits über „Golf-Hooligans“ beim Ryder Cup. Letztlich zieht das Event seinen Charme auch aus der energiegeladenen Atmosphäre.

Legendäre Schlachten beim Ryder Cup

In über 80 Jahren Ryder Cup Geschichte wurden natürlich schon so manch große Schlachten geschlagen. Die erste Auflage wurde von den beiden Teamkapitänen Ted Ray für Großbritannien und Walter Hagen für die USA angeführt. Die US-Amerikaner sicherten sich den ersten Erfolg. Aus deutscher Sicht ist sicher der Ryder Cup 1991 in Erinnerung geblieben. Der zweimalige Player of the Year Bernhard Langer galt damals als einer der besten Golfer der Welt und hätte Team Europa zur Titelverteidigung putten können. Doch im letzten Duell versagten ihm die Nerven, als er aus zwei Metern das Loch verfehlte. Auch das Duell von 1999 hat als das Battle of Brookline Geschichte geschrieben. Mit einer 10:6-Führung gingen die Europäer in den letzten Wettkampftag. Doch dem Team USA gelang, angeführt vom legendären Tiger Woods, das größte Comeback in der Geschichte des Ryder Cups. Unter den Zuschauern waren damals übrigens unter anderem US-Präsident George Bush oder Michael Jordan.

Die Golfwelt blickt gespannt nach Wisconsin, wo zwischen dem 24. und 26. September der 43. Ryder Cup stattfinden wird. Nachdem 2018 die Europäer um Kapitän Thomas Bjorn in Frankreich gewinnen konnten, sind nun also die US-Amerikaner wieder der Favorit. Wer letztendlich den Wettkampf für sich entscheiden wird, bleibt jedoch spannend. Nachdem die letzte Auflage mittlerweile drei Jahre zurückliegt, freut sich nun der gesamte Golfcircle auf den Ryder Cup 2021.

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Wiesberger spielte bei der BMW PGA Championship über vier Runden am solidesten und qualifizierte sich als erster Österreicher der Geschichte für den Ryder Cup! Billy Horschel gewann als zweiter Amerikaner das Turnier im engl. Wentworth Club.