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Golf-Senior Bernhard Langer bleibt ein Erfolgsgarant, aber Kaymer?

Erfolg, Disziplin, Dominanz, Konstanz: Bernhard Langer bleibt das Phänomen im Senioren-Golfsport. Das Erfolgskonzept des fast 62-Jährigen aus Anhausen ist die ideale Blaupause für die jüngere Golf-Generation – auch für Martin Kaymer. Während Langer am späten Sonntagabend im englischen Lytham mit dem vierten Sieg bei der British Open – seinem elften Major-Titel bei den mindestens 50-Jährigen – erneut Geschichte schrieb, zittert sein Freund Kaymer in den USA um die Tour-Karte für die nächste PGA-Saison.

Bernhard Langer
Golfstar Bernhard Langer gewann zum vierten Mal die British-Senior-Open. Foto: Peter Byrne/PA Wire

«Ich habe jetzt elf Senior Majors gewonnen, das ist eine große Sache», sagte Langer nach seinem Erfolg im Royal Lytham & Annes Golf Club. «Niemand hat mehr als neun gewonnen, wenn ich richtig liege. Nicht einmal der großartige Jack Nicklaus, Gary Player oder Tom Watson. Ich bin gesegnet, mehr als jeder andere von ihnen gewonnen zu haben.» Der im sonnigen Florida lebende Langer ist seit über einem Jahrzehnt der dominierende Spieler auf der US-Champions-Tour. 40 Turniere konnte der Masters-Champion von 1985 und 1993 in den elf Jahren bislang gewinnen. Allein seine eingespielten Preisgelder belaufen sich auf knapp 28 Millionen Dollar. 

Langer bald 62

Ein Zeitpunkt, wann er die Golfschläger in die Ecke stellt, ist für Langer überhaupt noch nicht in Sicht – auch wenn es hier und da mal zwickt und zwackt: «Ich werde in wenigen Wochen 62, das spürt man schon. Ich fühle mich nicht mehr wie ein 40-Jähriger, nicht mal wie ein 50-Jähriger.» Die Konkurrenten auf der Senioren-Tour werden von Jahr zu Jahr jünger und stärker. «Ich werde mich sicherlich in den nächsten Jahren etwas schwerer tun, aber das ist ein ganz natürlicher Prozess. Das Alter kann man nicht aufhalten.»

Bernhard Langer über Martin Kaymer

Martin Kaymer ist 27 Jahre jünger und körperlich in bester Form. Dennoch befindet sich Deutschlands Top-Golfer derzeit in einer weniger komfortablen Situation. Der 34-Jährige aus Mettmann bangt um seine Spielberechtigung auf der lukrativen PGA-Tour. Kaymer kam bei der Barracuda Championship in Reno im US-Bundesstaat Nevada nicht über den geteilten 31. Rang hinaus. Der zweimalige Major-Sieger ist nur die Nummer 146 im FedExCup-Ranking. Kaymer muss unbedingt unter die Top 125 kommen, um auch in der nächsten Saison die volle Tour-Karte sicher zu haben. Die ehemalige Nummer eins der Welt benötigt ab diesem Donnerstag beim letzten regulären Turnier der PGA-Saison in Greensboro ein Top-Resultat! Sonst schafft er seine Qualifikation für die US Tour nicht!

Langer ist sich aber sicher, dass sein Freund die Formkrise überwindet und in den Kreis der besten Golfspieler zurückkehrt. «Er wird seinen Weg finden. Er hat einen guten Kopf auf seinen Schultern», sagte der Senior. «Solange er gesund bleibt, mache ich mir keine große Sorgen um Martin Kaymer.»

Von Marc Möller, dpa

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