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Vom 85. Platz zur Claret Jug: Neuseeländer schreibt bei The Open Geschichte

Ryan Fox ist Champion Golfer of the Year 2026. Der Neuseeländer gewann die 154. Open Championship in Royal Birkdale mit insgesamt 270 Schlägen (-10) und sorgte für eines der spektakulärsten Comebacks in der langen Geschichte des ältesten Golfturniers der Welt. Nach Runden von 72, 68, 62 und 68 verwandelte Fox am 72. Loch den entscheidenden Birdie-Putt und sicherte sich seinen ersten Major-Titel – ein dramatisches Finale, das noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Als Ryan Fox nach der ersten Runde auf Rang 85 lag, sprach kaum noch jemand über seine Titelchancen. Vier Tage später hielt er die Claret Jug in den Händen.

Ryan Fox präsentiert nach seinem historischen Triumph bei der 154. Open Championship in Royal Birkdale die Claret Jug auf der Pressekonferenz. Mit seinem ersten Major-Sieg schreibt der Neuseeländer Open-Geschichte. Foto: Stuart Franklin/R&A via Getty Images.
Ryan Fox präsentiert nach seinem historischen Triumph bei der 154. Open Championship in Royal Birkdale die Claret Jug auf der Pressekonferenz. Mit seinem ersten Major-Sieg schreibt der Neuseeländer Open-Geschichte. Foto: Stuart Franklin/R&A via Getty Images.

Historisches Comeback oder Im Golf ist alles möglich!

Noch bemerkenswerter als der Sieg selbst ist der Weg dorthin. Nach der ersten Runde lag Ryan Fox lediglich auf dem geteilten 85. Platz und bereits sieben Schläge hinter der Spitze. Nie zuvor hatte ein späterer Open-Sieger nach Tag eins so weit hinten gelegen. Auch nach zwei Runden schien der Titel außer Reichweite: Platz 52 und acht Schläge Rückstand.
Mit einer 62 am Samstag – der niedrigsten Runde der gesamten Woche – leitete der 39-Jährige jedoch seine Aufholjagd ein. Am Sonntag folgte eine nervenstarke 68 inklusive Birdie auf dem letzten Loch.
Damit stellte Fox gleich mehrere Rekorde auf:

  • erster Open-Sieger mit einer 62 während seines Turniers
  • größte Aufholjagd nach der ersten Runde in der Geschichte der Open Championship
  • erster Spieler seit Cameron Smith 2022, der mit einem Birdie auf der 72. Bahn The Open gewinnt

Erst der zweite Neuseeländer

Mit seinem Erfolg tritt Ryan Fox in die Fußstapfen von Bob Charles, der 1963 ebenfalls für Neuseeland die Claret Jug gewann. Bemerkenswert ist auch, dass Fox als Nummer 56 der Official World Golf Ranking der am niedrigsten platzierte Open-Champion seit Darren Clarke im Jahr 2011 ist.

Cameron Young setzt die Marke

Lange sah es so aus, als könnte Cameron Young endlich seinen ersten Major-Titel feiern.
Der Amerikaner spielte eine brillante Schlussrunde von 64 Schlägen und beendete das Turnier bei -9. Fast zwei Stunden musste er warten, ob sie reichen würde. Für Young ist es bereits die zweite Vizemeisterschaft bei The Open nach seinem Debüt 2022 in St Andrews, wo das Turnier 2027 wieder stattfinden wird.

Burns auf Rang drei, Scheffler erneut konstant

Den dritten Platz belegte Sam Burns (-8), der damit sein bislang bestes Ergebnis bei einer Open Championship erzielte.
Weltranglistenerster Scottie Scheffler (-7) teilte Rang vier und bestätigte einmal mehr seine außergewöhnliche Konstanz. Seit seinem Open-Debüt 2021 spielte der Amerikaner bereits 14 seiner 24 Open-Runden unter 70 Schlägen.

Tommy Fleetwood schreibt seine eigene Geschichte

Obwohl es erneut nicht zum ersten Major-Titel reichte, setzte Tommy Fleetwood eine beeindruckende Serie fort. Der Engländer spielte alle vier Runden unter 70 Schlägen und kommt nun auf sieben Open-Runden in Folge unter 70 – damit stellte er den Rekord von Ernie Els ein.

Royal Birkdale präsentierte sich anspruchsvoll

Royal Birkdale verlangte den Spielern bis zum Schluss alles ab.
Das 18. Loch erwies sich über die gesamte Woche als schwierigste Bahn des Platzes. Nur 28 Birdies gelangen dort im gesamten Turnier – das letzte davon durch Ryan Fox entschied schließlich die Open Championship.
Die leichteste Bahn der Woche war dagegen das Par 5 der 17. Spielbahn, das erneut zahlreiche Birdie-Chancen bot.

Eine neue Generation von Open-Champions

Mit Ryan Fox setzt sich ein bemerkenswerter Trend fort. Seit Phil Mickelson 2013 hat jeder Open-Sieger erstmals die Claret Jug gewonnen. Fox ist bereits der 13. Open-Erstsieger in Folge – ein neuer Rekord in der Geschichte der Open Championship.
Der letzte Mehrfachsieger bleibt Ernie Els, der 2012 seinen zweiten Open-Titel gewann.

Endstand – The 154th Open Championship

Platz Spieler Ergebnis
1. Ryan Fox -10 (270)
2. Cameron Young -9 (271)
3. Sam Burns -8 (272)
T4 Scottie Scheffler -7 (273)

 

Statistik Ryan Fox Wert
Weltrangliste 56
Erste Runde 72
Beste Runde 62
Rückstand nach Runde 1 7 Schläge
Platz nach Runde 1 T85
Major-Siege 1

Schwerst Loch von Royal Birkdale

Dass ausgerechnet das 18. Loch die Entscheidung brachte, passte zur Dramaturgie dieser Open Championship. Die Schlussbahn war über vier Tage das schwerste Loch von Royal Birkdale. Nur 28 Birdies wurden dort gespielt – das letzte und wichtigste gelang Ryan Fox.

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