Es gibt Golfplätze, die beeindrucken durch ihre Schönheit. Und es gibt Plätze, die Spieler über Generationen hinweg respektieren. Royal Birkdale Golf Club gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.
Zwischen den hohen Dünen an der Küste von Southport entscheidet nicht allein die Länge vom Tee über Erfolg oder Misserfolg. Präzision, Geduld und die Fähigkeit, den Ball bei wechselnden Windbedingungen kreativ zu spielen, sind hier oft wichtiger als reine Schlagweite.
Bereits zehnmal war Royal Birkdale Austragungsort von The Open. Nun wird hier ein weiteres Kapitel der 166-jährigen Geschichte des ältesten Major-Turniers der Welt geschrieben.

Royal Birkdale – Ein Platz voller großer Geschichten
Royal Birkdale ist eng mit einigen der größten Namen des Golfsports verbunden.
1961 gewann Arnold Palmer hier seinen ersten Open-Titel. Sein spektakulärer Rettungsschlag aus dem Rough im Finale ist bis heute legendär und wird auf dem Platz durch eine Steinplakette erinnert.
1983 triumphierte Tom Watson in Birkdale und feierte dort den fünften seiner insgesamt fünf Open-Siege – eine Leistung, die seinen Ruf als einer der besten Links-Golfer aller Zeiten festigte.
Auch Jordan Spieth verbindet besondere Erinnerungen mit diesem Kurs. 2017 gelang ihm nach einem dramatischen Finish auf den letzten fünf Bahnen der Sieg mit drei Schlägen Vorsprung. Bis heute zählt dieser Erfolg zu den beeindruckendsten Open-Auftritten der vergangenen Jahre.
„Ich habe Links-Golf schon als Jugendlicher lieben gelernt. Gerade die Kreativität, die diese Plätze verlangen, fasziniert mich bis heute“, sagt Spieth vor seiner Rückkehr nach Royal Birkdale.

Scottie Scheffler jagt den nächsten Meilenstein
Als Titelverteidiger reist Weltranglistenerster Scottie Scheffler nach England. Der US-Amerikaner gewann The Open im vergangenen Jahr erstmals und könnte nun als erster Spieler seit 2008 seinen Titel erfolgreich verteidigen.
Seine mentale Stärke sieht Scheffler selbst als entscheidenden Faktor:
„Mit einem sicheren Vorsprung über die 18. Bahn zu gehen, ist kaum zu beschreiben. Es war eine meiner besten Leistungen – vor allem mental.“
Neben Scheffler zählen unter anderem Ludvig Åberg, Jon Rahm, Justin Thomas, Matt Fitzpatrick und Hideki Matsuyama zu den Anwärtern auf den Claret Jug.
Links-Golf verlangt Kreativität statt Perfektion
Royal Birkdale gilt als einer der fairsten, gleichzeitig aber anspruchsvollsten Linksplätze der Welt.
Tiefe Topfbunker, schnelle Fairways und der ständig wechselnde Wind von der Irischen See sorgen dafür, dass nahezu jede Runde anders verläuft. Hinzu kommt der berüchtigte „Donut Bunker“, der seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Hindernissen des Platzes gehört.
Wer hier gewinnen will, benötigt weit mehr als ein gutes langes Spiel. Entscheidend sind Schlagkontrolle, Geduld und die Fähigkeit, sich permanent auf neue Bedingungen einzustellen.
Rolex begleitet The Open seit mehr als vier Jahrzehnten
Seit 1981 ist Rolex offizieller Partner von The Open und unterstützt gemeinsam mit The R&A das älteste Major-Turnier der Welt. Die Verbindung des Schweizer Uhrenherstellers zum Golfsport reicht sogar bis 1967 zurück, als Arnold Palmer als erster Rolex-Testimonee den Grundstein für eine bis heute bestehende Partnerschaft legte.
Heute gehören zahlreiche der weltweit erfolgreichsten Golfer zur Rolex-Familie – darunter Scottie Scheffler, Jon Rahm, Ludvig Åberg, Justin Thomas, Tiger Woods und Lydia Ko.
Spannung bis zum letzten Putt
Wenn am Sonntag der Sieger den Claret Jug in die Höhe stemmt, wird erneut Golfgeschichte geschrieben sein. Royal Birkdale hat in der Vergangenheit zahlreiche unvergessliche Momente hervorgebracht – und vieles spricht dafür, dass auch The Open 2026 ein weiteres Kapitel dieser langen Tradition hinzufügen wird.
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