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Golfboom dank Corona: Mehr Golfer, Aktien-Hype und Mitgliedschaften in Millionenhöhe

Das Jahr 2020 war für die Golfbranche weltweit nicht nur außergewöhnlich wegen Corona – sondern auch außergewöhnlich erfolgreich. Auch in Deutschland wurden 2020 mehr Golfrunden gespielt als in den Vorjahren. Die Mehrheit der Clubs verzeichnete Neuzugänge. Laut DGV sind die Zahlen leicht gestiegen um insgesamt 8.740 Golfer. Ein Plus von 1.36%. Ein Statusbericht über die Nutznießer.

Golfboom nicht nur hierzulande: Auch mehr Golfrunden wurden letztes Jahr gedreht.
Auch mehr Golfrunden wurden letztes Jahr gedreht.

Zeitweise waren während der Pandemie 6.5 Millionen Deutsche in Kurzarbeit, daher sollten diese Zahlen nicht überraschen. Zumal für Golf nicht die harten Lockdown Auflagen galten, wie für Indoor Sport wie bspw. Fitness-Studios, Tanzschulen etc. Nicht wenige genießen das Social Distancing beim Golf – nur in zweier Flights über den Platz zu gehen. Dies geht schneller und der Golfer kann sich mehr auf sein Spiel fokussieren.

Golfboom auch bei Golf-Aktien

Der US-Markt für Golfequipment hat im dritten Quartel 2020 das zweitbeste Quartal seiner Geschichte erlebt. Zwei börsennotierte Golffirmen haben davon besonders profitiert. Börsennotierte Unternehmen, wie die Callaway Golf Company (WKN: 883644) oder Acushnet (WKN: A2ATTR) waren Nutznießer von der starken Nachfrage nach Golfbällen, Golfschuhen, Golfklamotten und natürlich Golfequipment. Die Aktien von Acushnet und Callaway sind die letzten 12 Monate satt gestiegen. Die Aktie von Callaway um 135% und die Aktie von Acushnet um knapp 30%.

Mitgliedschaften in asisatischen Golfclubs erreichen Rekordsummen

In Asien insbesondere in den Metropolen Städten Singapur und Hongkong haben eine Reihe von Golfclubs ihre Mitglieder Preise aufgrund der hohen Nachfrage um bis zu 40% erhöht. Man musste schon vor dem Lockdown tief in die Tasche greifen. So zahlte man bis zu eine Mio. für die Mitgliedschaft. Jetzt bedeutet das für einige garantierte Beträge in Millionenhöhe. In Deutschland konnten zahlreiche Golf-Clubs entgangenen Einnahmen durch ausgefallene Turniere und Greenfee Gebühren dank staatlicher Beilhilfen kompensieren. Wie nachhaltig der Golf-Boom ist, wird sich in den nächsten drei Jahren zeigen. Dann könnten einige Anfänger doch nicht durchgehalten haben.

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