Mittwoch , Dezember 11 2019
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Golfer zeigen ein Herz für Wildtiere: Uwe Seeler hat 1. Spatzen-Hochhaus aufgehängt

Was die Fasane oder Feldhasen für den Golfplatz Aschheim sind, sind die Eichörnchen für den Golfplatz Eichenried. Auf dem Golfplatz Wulfsmühle bei Hamburg begegnet man auf den Fairways jeder Menge Spatzen und auf dem Golfplatz Wildmoos auf dem Seefelder Hochplateau läuft auch mal ein Hirsch über das Fairway – Wildtiere sind überall! Und weil professionell gestaltete und gepflegte Golfanlagen wichtge Rückzugsorte und Lebensräume für viele Tiere sind, treten der Deutsche Golf Verband (DGV) und  die Deutsche Wildtier Stiftung jetzt gemeinsam zum Schutz für heimische Wildtiere an.

Golfer Uwe Seeler hat das 1. Spatzen-Hochhaus im Golfclub Wulfsmühle angebracht. Mit dabei: Birgit Radow (Geschäftsführerin der Deutschen Wildtier Stiftung) und Christina Druve (Geschäftsführerin Golfclub Wulfsmühle)

Der DGV und die Deutsche Wildtier Stiftung setzen sich ab sofort für den Schutz heimischer Wildtiere auf Golfanlagen ein und planen ab sofort gemeinsame Aktivitäten. So wird auf den Internetseiten beider Verbände monatlich das ‚Wildtier des Monats‘ vorgestellt. Auch die ersten Golfclubs sind aktiv geworden. So werden auf dem Golfcourse in Fleesensee alle Abschlagstafeln neu gestaltet und jeder Golfer erhält ab sofort interessante und detailreiche Informationen über Wildtiere auf dem Platz , um bewusster Natur zu erleben.

Der Golfclub Wulfsmühle bei Hamburg hat erste Nisthilfen für Spatzen auf seiner Anlage angebracht und Amateurgolfer Uwe Seeler hat höchstpersönlich das erste Spatzen-Hochhaus angenagelt. Mit dem Projekt ‚Golf und Natur‘ hat der DGV bereits im Frühjahr 2005 ein Konzept für umweltgerechte Gestaltung von Golfanlagen ins Leben gerufen. Seitdem wurden knapp 60 Golfanlagen zertifiziert. Besonders diese Clubs sollen durch die Kooperation neue Anregungen und Unterstützung bekommen, ihr ökologisches Engagement aktiv fortzusetzen.

‚Das Vorurteil, dass Golfanlagen nur nützlich für Golfer sind, muss endlich ausgeräumt werden‘, erklärt Birgit Radow, Geschäftsführerin der Deutschen Wildtier Stiftung. Auch der Vorsitzende des DGV-Ausschusses ‚Umwelt und Platzpflege‘, Dr. Gunther Hardt, ist sich sicher: ‚Golfspieler haben großes Interesse an einer intakten Natur. Für sie ist es ein besonderer Reiz, ihren Sport draußen auszuüben und während des Spiels Tiere zu beobachten.