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Golf-Idol Seve Ballesteros starb an Krebs: Die Golfwelt trauert

Bereits 2008 wurden beim 5maligen Major-Sieger Ballesteros zwei Gehirn-Tumore festgestellt und innerhalb von vier Wochen wurde er viermal operiert. In der Nacht zum zweiten Turniertag der ‚Open de Espana‘ 2011 im Real Club de Golf El Part verstarb das Golf-Idol und in ganz Barcelona wurden am 7. Mai die Flaggen auf Halbmast gehisst. Spanien hat ein Golf-Idol verloren. Für seinen Golf-Weggefährten Jose Maria Olazabal war der Turnier-Samstag der schwerste seines Lebens und mehrere Male brach Ballesteros Freund in Tränen aus. Was Golfprofis wie Westwood und Woods twitterten und ein kleiner Ausschnitt über das Leben des Golfstars.


Lee Westwood twitterte: ‚Wir haben ein Genie, ein Vorbild, einen Helden und Freund verloren.‘

Woods twitterte: ‚Ich habe die Zeit mit ihm beim Champions Dinner jedes Jahr beim US Masters genossen. Er war einer der talentiertesten und aufregendsten Golfer, welche dieses Spiel jemals gespielt haben. Seine Kreativität und sein Ideenreichtum werden niemals übertroffen werden. Sein Tod kam viel zu früh!‘

Während der ‚Open de España‘ im Real Club de Golf El Part in der Nähe von Barcelona traf die Nachricht vom Tod Ballesteros alle wie ein Schock. Jose Maria Olazábal weinte mehrmals während des Turniers: ‚Das war die schwerste Runde meines Lebens!‘

Ballesteros erste Golfschritte waren außergewöhnlich: Mit einem abgesägten 3er-Eisen, welches er von seinen Brüdern geschenkt bekommen hatte, schlug er immer wieder kleine Steinchen ins Meer. Sein Vater arbeitete als Greenkeeper im Golfclub Pedrana und Ballesteros fing nach der Schule auch als Caddie im Golfclub an.

Sein Vorbild war sein Onkel, Ramon Sota, welcher 1965 Sechster beim Masters wurde. Mit 19 Jahren wurde Ballesteros Profi und sorgte gleich 1976 für Aufsehen, weil er als Spanier bei der British Open Zweiter wurde. Unter seinen mehr als 70 Turnieren waren drei Open-Championship-Siege (’79, ’84, ’88). Seine Golf-Karriere war aber auch mit Ryder Cup verbunden. 1979 durften europäische Golfer bei diesem traditionsreichen Event mitspielen und im Team mit Olazabal war Ballesteros ein ernst zu nehmender Gegner für die Amerikaner. Insgesamt achtmal war er beim Ryder Cup als Spieler dabei. 1980 feierte er seinen ersten Masters-Sieg und 1983 holte er sich sein zweites ‚Green Jacket‘. Beim Ryder Cup 1997 führte er als Kapitän das europäische Team zum historischen Sieg in Valderrama. Er spielte auf der europäischen und amerikanischen Tour, doch als man von ihm verlangte, daß er Minimum 15 Turniere auf dem amerikanischen Kontinent pro Jahr spielen sollte, verzichtete er auf die US-Tour.

2000 wurde die Seve Trophy zwischen Teams aus Europa und Großbritannien/Irland als Pendant zum Ryder Cup eingeführt.

Privat errichtete er ein Haus mit Blick auf den Pedrena Golfclub, wo er als Junge als Caddie arbeitete und wo er seine letzten Stunden verbrachte.