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Sylt im August

Sylt macht süchtig. Kilometerweite, weiße Sandstrände, unbändige Dünenlandschaften sowie eine unglaubliche Dichte an hochklassigen Restaurants und Szene-Bars, das gibt es nur auf ‚der Insel‘, wie Sylt von seinen Liebhabern genannt wird. Mittlerweile gehört das Nordsee-Eiland auch in Golferkreisen zum angesagten Tee-Time-Treff. Insgesamt vier 18-Loch-Plätze schmiegen sich anmutig zwischen Dünen, Watt und Meer. Von Rita Balon

Eine frische Brise weht über die sattgrünen Fairways. Links und rechts wiegt sich Dünengras im Wind. Die Luft riecht salzig und frisch. Gleich beim ersten Abschlag fliegt der Ball Richtung Kampener Leuchtturm – sollte er zumindest, denn wie auf allen Plätzen der Insel spielt auch auf dem Golf-Club Sylt der Küstenwind stets mit. Je nach Windstärke und Windrichtung landet der Drive auch mal im hohen Dünengras. Von dort den Ball zu spielen, kann ein echter Kraftakt sein. Dünengras ist starr, gerade und robust, denn es muss auf lockerem Sandboden Wind und Wetter trotzen.

Der in die Sylter Dünen- und Heidelandschaft eingebettete Platz südlich von Kampen ist mit seinen Natur belassenen Roughs, den über fünfzig Bunkern und rund 30.000 Quadratmetern Wasserflächen eine echte sportliche Herausforderung. Er ist aber auch ein wahrer Augenschmaus. Denn immer wieder eröffnen die flachen Spielbahnen traumhafte Ausblicke über Heide- und Arnikaflächen bis hin zum glitzernden Wattenmeer. Die spektakulärste Sicht hat man vom 12. Loch. Dort reicht das Panorama bis auf das Wattenmeer und die östliche Küste. Charakteristisch auf fast allen Bahnen präsent ist der Leuchtturm. Er gehört zum Platz wie die reetgedeckten Häuser zu Sylt. Apropos: das schmucke Clubhaus des 1984 gegründeten Golf Clubs ist ganz im gemütlichen Friesenstil und auf der großzügigen Terrasse laden windschützende Strandkörben und der Blick auf die Kampener Dünen zum Après-Golf ein. Mit leichten Salaten aber auch mit Deftigem wie Riesencurrywurst mit Pommes oder Matjesfilet Hausfrauenart verwöhnen die beiden Gastwirte Diana Hardy und Marcus Haugwitz die Gäste.

Golf Club Sylt e.V., Norderweg 5, 25996 Wenningstedt
Tel.
+494651 9959810, www.gcsylt.de

18 Löcher, Par 72, Länge 6.135 Meter, Greenfee: 75 Euro (Hauptsaison) / 60 Euro (Zwischensaison ab 16.9.)

Hotelempfehlung: Malerische Sonnenuntergänge sind im Lindner Hotel Windrose (Doppelzimmer ab 169 Euro) inklusive. Denn das 4-Sterne-Haus liegt nur einen steinwurfweit vom Wenningstedter Strand entfernt. Die komfortablen Zimmer und geräumigen Studios sind im friesischen Stil eingerichtet. In den gemütlichen Admirals Stuben kommt die ganze Palette regionaler Speisen auf den Tisch: vom Sylter Deichlamm über fangfrische Nordseefische bis hin zu Sylter Roten Grüze. Schwimmbad, Sauna, Dampfbad und eine große Beauty-Abteilung laden zum Relaxen ein.

Weiterer Golfclub auf Sylt: In den 50er Jahren hatte die britische Royal Air Force beim Sylter Flughafen, in unmittelbarer Nähe Westerlands, mit viel Engagement einen einfachen 9-Loch-Platz angelegt. 2006 entstand daraus eine anspruchsvolle 18-Loch-Anlage: Marine Golf Club!

Exklusivster Golfclub auf Sylt:GC Morsum. 1964 als Privatclub von Verleger Axel Springer gegründet zählt der elitäre Golfclub auch heute eine kleine Mitgliederzahl von nicht mehr als 220 Golfern. 2009 wurde der 9-Loch-Platz auf 18 Loch erweitert und Gastspieler sind erwünscht, müssen allerdings eine Gesichtskontrolle bestehen.

Golfplatz nach schottischen Vorbild: Golfclub Budersand ist Deutschlands einzigster Linkscourse. Auf 80 ha und mit 6.000 m Länge schuf der deutsche Architekt Rolf-Stephan Hansen von Schönfeld Golfplatzarchitektur einen 18-Loch-Golfplatz (72 Par-Kurs), wie er in Schottland nicht besser sein könnte. GC Budersand auf Sylt gehört für Golfer zum Pflichtprogramm.

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