Montag , November 20 2017
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Feine Golf-Auszeit im Taunus: Hofgut Georgenthal mit sportlichem Linkscourse

Das Hofgut Georgenthal im hessischen Taunus unweit von Wiesbaden erfüllt die Wunschvorstellung vieler Golfer. Ein einladendes Vier-Sterne Superior Hotel in historischen Gemäuern gepaart mit einem sportlichen 18-Loch Golfplatz! Exklusives Hotel, Golf total und Natur pur! Was will man mehr? 

Teich neben dem kniffligen letzten Grün
Teich neben dem kniffligen letzten Grün

Langweilig geht anders: Golf im Georgenthal

Inmitten eines Tal-Kessels liegt das alleingestellte Hofgut Georgenthal, umrahmt von naturnah gestalteten Golfbahnen in aufsteigenden Flanken. Dem Golfplatz-Architekten Christian Althaus, bekannt für auch ausgefallene Konzepte, standen nur rund 47 Hektar Fläche zur Verfügung. Hinzu kam die Schwierigkeit eines trichterförmigen Geländes. Im Herbst 2015 waren die ersten neun Löcher bespielbar. Mai 2016 schlug Besitzerin Brita Hankammer (Vater Erfinder von Brita) den ‚Goldenen Ball‘ für 18 Löcher.

Das Layout des Par 70-Platzes vom Golfclub Georgenthal lässt erfahrenere Golfer zuerst etwas ehrfürchtig dreinschauen. Nicht, weil er von den gelben Abschlägen mit gut 5.400 Metern sehr lang wäre. Und nicht, weil die 60 Bunker, neun Teiche, die querenden Wasserläufe und Höhenunterschiede von bis zu 35 Metern pro Loch unüberwindbar wären. Wer sonst eher flache Golfplätze bespielt und vom Hofgut aus einmal in die Runde hinaufblickt, kommt sich wirklich klein und winzig vor – denn wo sonst ist schon fast der gesamte Platz von einem Standort aus zu überblicken?

Höchster Aussichtspunkt: Kurze Rast hinter dem dritten Grün
Höchster Aussichtspunkt: Kurze Rast hinter dem dritten Grün

Weniger konditionsstarke Spieler sollten sich vielleicht einen der brandneuen und modernen GPS Golfcarts gönnen. Das hügelige Auf und Ab zehrt nämlich etwas. Was Althaus Golfdesign auf diesem für einen Golfplatz schwierigen Gelände geschaffen hat, ohne die vorhandene Natur komplett umzukrempeln, ist umwerfend. Aus schlicht ehemaligem Ackerland wurde hier ein Juwel eines eindrucksvoll sportlichen Golfplatzes geformt und gestaltet, der angelehnt am Layout britischer Links-Plätze fast ursprüngliches Golf verkörpern soll: Wellige und mitunter schmale Fairways, geschickt platzierte Bunker mit absichtlich oft fransigen Rändern, Roughzonen, renaturierte Bachläufe und das Spiel erschwerende Teiche sowie ziemlich üppige ondulierte Grüns.

Golfplatz für Strategen

Der Platz ist nicht gemein oder hinterhältig zum Spieler – er fordert nur die richtige Strategie. Bei gefährlichen Landezonen vom Tee, mitunter blinden Schlägen in den Bahnverläufen oder Schräglagen auf den Fairways ist der Griff zum Eisen statt zum Holz oftmals die bessere Variante. Die Magerrasenwiesen neben den Fairways oder die teils mit Schiefergestein durchsetzten extremen Schrägen zwischen den Bahnen schlucken sonst gern mal einen Ball, dessen Landung vielleicht nicht sichtbar war. Nicht auf jedem Grün wird der Ball mit höchstens zwei Putts fallen – doch sind sie fair und gut zu lesen. Empfehlenswert für die Runde ist auch das neue Birdie Book des Clubs, in dem echte Luftaufnahmen mit Bemaßungen den Bahnenverlauf genau abbilden.

Golfplatz mit Erinnerungswert

Althaus Ziel war es auch, einen sehr abwechslungsreichen Golfplatz mit Erinnerungswert zu bauen. Und das hat er mit Bravour geschafft. Nach der Runde bleiben die besonderen Eindrücke im Kopf. Viele Löcher wie die schwerste und lange Bahn 3 als stark ansteigendem Par 4 mit einem weiten Ausblick vom Grün über das gesamte Areal, das fast wie ein Amphitheater wirkt, bleiben haften. Oder das leichteste Loch 13, ein kurzes Par 3, lässt vom stark erhöhten Abschlag das Hofgut im Hintergrund samt Hotel in den Fokus rücken. Zum Abschluss der Runde wartet als letzte Spielbahn ein Par 4, das bergab im Linksbogen verlaufend auf einem tiefen Grün neben einem Teich mündet. Wer auf diesem Platz das erste Mal spielt, wird sich bestimmt nicht leicht tun. Aber ganz sicher kommt der Wunsch auf: hier möchte ich nochmal spielen und besser werden.

Terrassenförmiges Layout mit Blick über die letzten Spielbahnen zum Hofgut Georgenthal
Terrassenförmiges Layout mit Blick über die letzten Spielbahnen zum Hofgut Georgenthal

Auch dem Naturschutz wurde beim Bau des Platzes hoher Stellenwert eingeräumt. So etwa wurden in der Region heimische Pflanzenarten eingebunden oder neue Streuobstbäume gepflanzt. Die Bewässerung der Fairways, Grüns und Abschläge mit über 600 Beregnern erfolgt nur mittels Brauchwasser, fehlendes Wasser wird den Teichen über eine extra gebaute Wasserleitung von einer Schürfung in Holzhausen zugeführt.

Schon Ende April war die Platzqualität samt der nicht langsamen Grüns erstaunlich gut, trotz lange kühler Witterung. Die auf dem Golfplatz eingesetzte und robuste Grassorte Festuca – häufig auf Plätzen nahe am Meer eingesetzt – trägt dazu bei.  Es macht wirklich Freude, hier zu spielen. Auch an den Trainingseinrichtungen wurde nicht gegeizt.

Driving Range mit Kurzplatz

Neben einer überdachten Abschlagsanlage für die breite einladende Driving Range existiert ein kompakter Par 3-Platz, ein Pitchbereich als auch zwei große Puttinggrüns. Die lokale Golfschule gibt auch den bis dato erst gut 420 Clubmitgliedern Feinschliff für die kommenden Golfrunden. Der noch junge Golfclub Georgenthal kann mit variablen Mitgliedschaftsmodellen punkten, was die Einstiegshürden deutlich senkt.

Gastspieler zahlen für die Runde auf dem 18-Loch Platz an Werktagen 70 Euro und können für 90 Euro Greenfee am Wochenende aufteen. Hotelgästen vor Ort werden Sonderkonditionen eingeräumt.

Einladendes Hotel mit geschichtlichem Flair

Gerade einmal überschaubare 40 Zimmer bietet das Hotel Hofgut Georgenthal, was schon klar macht: Der Gast geht hier nicht in der Anonymität der Masse unter und fühlt sich persönlich und nett betreut. Das 1692 als Zehnthof erbaute Gebäudeensemble wurde 1995 von der Familie Hankammer übernommen und nach aufwendigen Renovierungen zu einem im Jahr 2000 eröffneten Hotel umgebaut. Die Geschäftsführerin Brita Hankammer war übrigens die Namensgeberin der weltbekannten Wasserfilter-Firma Brita mit Sitz im nahen Taunusstein.

Als neu ankommendem Gast des Hofgutes fällt die angenehme Mischung aus Gemütlichkeit, Moderne, Stil und sehr guter Ausstattung auf – und die totale Ruhe fernab der Großstadthektik. Der historisch anmutende und gepflegte Gebäudekomplex mitsamt des lichten Innenhofes strahlt Wohligkeit aus. Die Inneneinrichtung wurde mit Feingefühl harmonisch gestaltet, Kunstgegenstände in Form von Holzskulpturen und Glas-Kunstwerken fallen auf dem zweiten Blick ins Auge. Erstbesucher werden sich schnell zurechtfinden, wenn die gute Wegweisung zur Rezeption, den Zimmern und Tagungsräumen, zur zentralen Kaminlounge und auch dem großzügigen Wellnessbereich beachtet wird.

Der schöne Ausblick vom Frühstückstisch weckt Lebensgeister
Der schöne Ausblick vom Frühstückstisch weckt Lebensgeister

Die lichthellen und geräumigen Zimmer mit wohnlich wirkender Einrichtung bieten auch ein großzügiges Bad sowie – nicht immer selbstverständlich – ausreichenden Verstaumöglichkeiten für den Kofferinhalt. Wie fast im gesamten Haus steht hier kostenfreies W-LAN als Zugang zur Welt des Internets zur Verfügung. Verbindungen über das Mobilfunknetz sind im Hotelareal, der hügeligen Umgebung geschuldet, nicht überall nutzbar. Wer es sich im Clarins Beauty Spa gut gehen lassen möchte, findet schon in seinem Zimmer Bademäntel, Handtücher und Hausschuhe. Praktisch: Um den Spa- und Wellnessbereich aufzusuchen, gibt es auch einen alternativen Weg, nicht im luftigen Outfit das Haus durchqueren zu müssen. Auf die Gäste warten dort ein Schwimmbad, Sauna und Fitnessraum, Außenliegeplätze am kleinen Weiher und natürlich ausgebildete Kosmetikerinnen, die manche Muskelverspannung gekonnt wegmassieren oder der Haut Gutes tun.

Geschichtsträchtiger Landstrich

Neben einem Hotelaufenthalt oder dem ausgiebigen Golfspiel, beim Stop als Ausflugsziel, einer Nutzung der wochentags oft belegten Tagungsräume oder dem Relaxen im Wellnessbereich bietet das Hofgut Georgenthal noch mehr.

Auch die Geschichte kommt hier nicht zu kurz. Dem Limes, also der Grenze des Römischen Reiches, die am Hofgut entlang durch den Taunus verlief, ist das kleine täglich geöffnete Regionalmuseum Limes im Hofgut gewidmet. Sogar oben auf dem Golfplatz, hinter dem vierten Grün, sind historische Reste zu finden, die instandgehalten werden. Wer den hiesigen Teil des Limes als kleine Wanderung zu Fuß erkunden möchte, kann den etwa fünf Kilometer langen Limesrundweg Georgenthal nutzen und dabei auf Hinweistafeln noch etwas lernen.

Gepflegt Essen und Trinken im Hofgut Georgenthal

Der Begriff Kaminlounge hört sich wohl eher kompakt an, ist es hier aber nicht. Denn sie bildet die zentrale Gastronomie im Hofgut und bietet, luftig verglast, Blicke in den Innenhof oder über den Golfplatz. Morgens ist hier das Frühstück mit guter Auswahl aufgebaut, tagsüber dient die Kaminlounge als Restaurant mit kleiner Karte und stellt gleichzeitig die Gastronomie des Golfclubs dar. Am Abend wandelt sich das Interieur zu einem gemütlichen Barbereich, die zum Innenhof gerichtete Raucherlounge im Wintergarten geht über in die besonders bei schönem Wetter beliebte Innenhofterrasse.

Romantischer Innenhof des Hofgutes mit Lounge und Gastronomie
Romantischer Innenhof des Hofgutes mit Lounge und Gastronomie

Schön, optisch ansprechend und geschmacklich abgerundet lässt es sich im Restaurant Giorgios des Hofgutes von Mittwoch bis Sonntag speisen. Die doch mehr gehobene Gastronomie unter Küchenchef Mathias Finkler bietet eine jahreszeitlich passende Speisekarte mit regionalen Zutaten. Zuvor war er im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg tätig. Hier macht das Essen Freude und die Preise sind angemessen. Von der vorgelagerten Terrasse lässt sich auch der Ausblick auf den Golfplatz genießen. Und die selbst erzeugten Obstbrände der Familie Finkler können einen guten Abschluss bieten, der fast nicht fehlen darf.

Spezielle Golf-Angebote

Golfer, die ihre Spielfertigkeiten auf dem herausfordernden recht neuen Platz testen wollen und zugleich schön übernachten möchten, wählen die Golf-Auszeit. Zwei Übernachtungen mit gutem Frühstück, zwei 18-Loch Greenfees, Rangebällen und Leihtrolley sowie Rundenverpflegungen sind pro Person im DZ ab 248.- Euro buchbar.

Die kleine Golf-Auszeit in gleichem Umfang, aber nur einer Übernachtung und einem Greenfee, ist schon ab 132.- Euro im DZ verfügbar. Als Paket Golfen & Schlemmen wird diese kleine Auszeit ergänzt durch ein feines Vier-Gänge Menü im Restaurant.

Links des Torbogens wartet das Restaurant Giorgios auf Feinschmecker
Links des Torbogens wartet das Restaurant Giorgios auf Feinschmecker

Wen nun das Golffieber erwischt hat kann in der Golfschule des Hofguts gleich seine Platzreife absolvieren! In Form eines 4-tägigen Intensivkurses zum Paketpreis ab ca. 549.- Euro mit vier Übernachtungen samt Frühstück und einem Vier-Gänge Menü!

Die Website des Hofgut Georgenthal unter www.hofgut-georgenthal.de bietet neben verschiedenen Buchungsmöglichkeiten weiterhin sehr umfangreiche Inhalte und Informationen – auch mit sehr vielen Details bezogen auf den Golfplatz. Sogar Buchungen von Startzeiten sind hier direkt möglich.

Text: Thomas Klages, Fotos: Hofgut Georgenthal und Th. Klages

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