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Der gefährlichste Golfplatz der Welt: Out of Africa

Wer hat den Film JENSEITS VON AFRIKA von uns nicht gesehen? Atemberaubende Afrika-Bilder, das kenianische Wildlife und die traurige Lebensgeschichte der schwedischen Baronin Karen von Brixen. Doch ihr haben wir einen der wohl berühmtesten und gefährlichsten Golfplätze Afrikas zu verdanken, denn 1931 beschloss sie aus ihrer nicht sehr ergiebigen Kaffeeplantage einen Golfplatz zu erschaffen. Was den Platz zum gefährlichsten Golfplatz der Welt macht? Unkontrolliert wilde Tiere auf den Fairways für Abenteuer pur!

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Saftig grüne Fairways durch Feuchtgebiete Afrikas, Karen Golf Club

Als 1931 sie ein junger englischer Banker, Remi Martin (keinerlei Verbindung zum Brandy), besuchte, um mit ihr über ihr Vermögen und ihr Eigentum zu sprechen, engagierte sie ihn als Manager ihres Karen Country Clubs und noch im gleichen Jahr unterzeichnete er den Manager-Vertrag, welcher auch einen 9-Loch-Golfplatz vorsah. Es gab allerelei Verzögerungen durch rechtliche Querelen, es fehlte ein Golfplatzarchitekt und durch den heftigen Regen von November bis März mussten die Jeeps sogar Ketten tragen, um durch den Match zu kommen. Doch Lady Blixen ließ sich nicht abhalten und so machte sie ihren Vermögensverwalter Remi Martin kurzum zum Golfplatzarchitekten, weil er ein Auge fürs Land und bereits bei diversen Landvermessungen Geschick zeigte. Beim großen Regen im Jahre 1934 konnten bereits die Fairways angelegt werden. Da sich der Golfclub direkt in einem afrikanischen Feuchtgebiet befand – The Wetlands genannt – entwickelten sich die grünen Fairways und Putting-Grüns so hervorragend, daß die Baronin Nägel mit Köpfen machte und auf 18 Loch erweiterte. Während der Regenzeit 1935 wurde die Fairways der zweiten 9 Loch bepflanzt und so hatte der erste Golfplatz Nairobis eine stattliche Länge von 7.217 Metern und grenzte direkt an einen riesigen Wildpark. Wer seinen Golfball ins Rough schlug, verzichtete freiwillig darauf, lebten dort eine Vielzahl von Schlangen. Das Feuchtgebiet zog natürlich auch die Wildtiere, wie Paviane, Büffel, Antilopen, Hyänen und Löwen an, welche nicht nur gefährlich für Golfer waren, sondern auch in den ersten Jahren erheblichen Schaden auf dem Golfplatz anrichteten. Man errichtete einen Zaun und trotzdem könnte man einen Löwen begegnen. Einmal mußte einer mittels Transportkäfig eingefangen werden, weil er den Golfplatz nicht mehr verlassen wollte. So findet man im Clubhaus nicht nur die Regeln fürs Golfspiel, sondern die Anweisung, wie man sich verhält, wenn man einen Löwen begegnet. „Nicht in Panik geraten“, ist leichter gesagt als getan – „einfach mit dem Golfspiel aufhören“, „Drehen Sie sich ruig um und gehen sie in die Richtung zurück aus welcher Sie gekommen sind …“ Viel Abenteuer für ein Greenfee von zirka 30 Euro.

Gefährlichste Golfplatz der Welt als Nervenkitzel

Doch bis heute strotzen Golfgäste dieser Gefahr und spielen gern auf Karens Golfplatz in Kenia. Seit 1951 kamen öfters Professionals zum Golfen hierher. Unter ihnen Dai Rees (David James Rees, 1913-1983), welcher in seiner Golferkarriere 39 Titel holte und u.a. 2 x die British Open Masters gewann. Auch der englische Professional Golfer Harry Weetman spielte gerne Karens Golfplatz. Insgesamt 9 Titel gewann er weltweit, u.a. 1957 das Penfold Tournament der German Open sozusagen der Vorgänger der European Tour. 1957 überwinterten sogar die britischen Amateur-Spieler ein paar Jahre hintereinander hier. 1962 verstarb die Baronin, für welche die Beliebtheit des Golfplatzes immer wichtig war. 1975 zählte ihr afrikanischer Golfclub 1.000 Mitglieder und noch heute zählt ihr Golfclub zu den berühmtesten Afrikas. Karen County Club, Karen Rd, Nairobi, Kenya, Tel. +254 2 882 801, www.karencountryclub.org

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Ein Picknick a la Robert Redford und Meryl Streep in ‚Out of Africa‘. Fotocredit: MEAACT Kenya, Stevie Mann

 

5 Plätze aus ‚Out of Africa‘, welche man besuchen sollte!

Jenseits von Afrika – die Adaption von Karen Blixens gleichnamigen Memoiren aus dem Jahr 1937 – wird oft als einer der schönsten Filme des zwanzigsten Jahrhunderts bezeichnet und feiert diesen Dezember sein 30. Jubiläum. Der Film ist in der ganzen Welt beliebt für seine realistische Darstellung Afrikas und zeigt die Romanze und das glamouröse Leben im kenianischen Maasai Mara-Gebiet. Seither lockt Jenseits von Afrika immer noch Reisende aus der ganzen Welt nach Kenia, die das Land besuchen wollen, in das sie sich im Jahr 1985 verliebt haben. 

Angama Mara, Maasai Mara

Für alle, die sich noch an die Anfangsszene des Films erinnern – ‚Ich hatte eine Farm in Afrika am Fuße der Ngong Berge‘ – gibt es einfach keine bessere Lodge für den Besuch in Kenia als die Angama Mara. Tatsächlich haben Gäste der neuen Lodges des South Camp von Angama Mara das Filmposter des kultigen Felsens am Fuß ihres Bettes.

Durch die Lodge ziehen sich versteckte Hinweise auf die bekannte Liebesgeschichte wie zum Beispiel eine Ausgabe des Buches in jedem Gästezimmer und in der Bücherei sowie ein kleiner Nachbau des aus dem Film bekannten Flugzeugs Gypsy Moth. Das Hotelteam kann natürlich auch für ein romantisches Highlight sorgen und ein Picknick für zwei am Gipfel des Felsens arrangieren – für den eigenen ‚Robert und Meryl‘-Moment. http://www.angama.com

 

Karen Blixen Museum, Nairobi

Für tiefere Einblicke in Blixens und French-Hattons Liebesgeschichte sollten Jenseits von Afrika-Fans beim Kenia Besuch einen Trip zu Karens ehemaligem Haus einbinden – dem Karen Blixen Museum in Nairobi.

Seitdem der Film im Jahr 1985 in die Kinos kam ist das Farmhaus für die Öffentlichkeit zugänglich und es werden geführte Touren angeboten. Viele Räume sind wunderschön erhalten und mit zahlreichen Requisiten aus dem Film dekoriert. Besucher können auch die Anlage besichtigen, die mit Originalausstattungsgegenständen der Kaffeefarm versehen sind. Die Szenerie, von wunderschönen Gärten und ausgedehnten Wäldern umrandet, bietet einen einmaligen Blick auf Karens geliebte Ngong Hills.

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Lady Brixens Museum. Fotocredit: MEAACT Kenya

 

Mara Enkipai

Für viele ist die Szene, in der Robert Redford (Denys) Meryl Streeps (Karens) Haare wäscht, die bekannteste und romantischste des Films. Eine Hommage an Jenseits von Afrika bietet sich in Mara Enkipai, dem Privathaus von Vanessa und Georges Roumeguere, in dem die berühmte Szene gedreht wurde. Es liegt direkt am Mara Fluss an der Schlucht neben der Sanctuary Olonana Lodge. Das Wohnhaus kann gebucht werden und ist perfekt gelegen für das ultimative Safari-Erlebnis. http://www.mara-enkipai.com

Denys Finch Hattons Grab in den Ngong Bergen

Nur 13 Meilen vom Karen Blixen Museum entfernt ist Finch Hattons Grab, um das sich lokale Farmerfamilien sorgfältig kümmern. Es ist 300 Meter höher gelegen als das nahe Haus und kann nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden. Auf einer Gedenktafel am Grabmal steht: ‚Nur der betet gut, der von Herzen liebt den Menschen, den Vogel, das Tier.‘ Zeilen aus Samuel Taylor Coleridges (1772-1834) ‚Die Ballade vom alten Seemann‘ (‚The Rime of the Ancient Marnier‘), welche von Redford in der berühmten Haarwasch-Szene zitiert wurden.

Segera Retreat 

In der Retreat Explorer Lounge haben Gäste, die Segera besuchen, die Möglichkeit Jenseits von Afrika auf einer großen Leinwand zu schauen. Dies ist mehr als eine gewöhnliche Filmnacht, sondern vielmehr ein rührendes, unvergessliches Erlebnis. Die Zuschauer, umgeben von Karen Blixens Originaltagebüchern und anderen Artefakten, fühlen sich in eine vergangene Ära zurückversetzt. http://www.segera.com