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Neue Wahrheiten über Sonnenschutz: Was Prof. Steinkraus in München enthüllte

Warum selbst High-End-Sonnencremes nicht ausreichen – und welches Wissen jetzt Vieles verändern wird

In der Speakeasy-Bar ‚100B‘ vom Münchner Rosewood Hotel präsentierte Prof. Dr. Volker Steinkraus sein neues Buch „HOW TO LOOK BETTER – 10 Maximen für eine schöne Haut – und ein besseres Leben“ – und lieferte dabei Erkenntnisse über Sonnenschutz, die gerade für Golfer höchst relevant sind. Denn wer Stunden auf dem Platz verbringt, braucht mehr als nur eine Tube Sonnencreme im Bag.

In „HOW TO LOOK BETTER. 10 Maximen für eine schöne Haut - und ein besseres Leben“ bündelt Prof. Dr. Volker Steinkraus über 40 Jahre dermatologische Erfahrung. Erschienen ist das Buch im Murmann Verlag, es umfasst 280 Seiten und kostet 29 Euro.
In „HOW TO LOOK BETTER. 10 Maximen für eine schöne Haut – und ein besseres Leben“ bündelt Prof. Dr. Volker Steinkraus über 40 Jahre dermatologische Erfahrung. Erschienen ist das Buch im Murmann Verlag, es umfasst 280 Seiten und kostet 29 Euro.

Man hätte erwarten können, bei einer Buchlesung über unsere Haut Bekanntes zu hören. Doch was Prof. Dr. Volker Steinkraus in der exklusiven Bar 100B in München präsentierte, war in Teilen überraschend. Nach über 40 Jahren dermatologischer Erfahrung formuliert er eine neue Realität: Unser bisheriges Verständnis von Sonnenschutz ist zu einfach gedacht.

Gerade für Golfer ist dieses Thema von besonderer Bedeutung. Eine Runde Golf bedeutet oft vier bis fünf Stunden im Freien – auf offenen Fairways, mit wenig Schatten, hoher Lichtintensität und reflektierenden Flächen. Sonnenschutz ist hier keine Beauty-Frage, sondern Teil eines intelligenten Gesundheits- und Lifestyle-Managements. Die Skin Cancer Foundation betont ausdrücklich, dass Outdoor-Sportarten wie Golf konsequenten Sonnenschutz erfordern.

Die größte Illusion: Hoher LSF bedeutet nicht vollständigen Schutz

Die vielleicht wichtigste – und unbequemste – Erkenntnis des Abends lautet: Selbst LSF 50 schützt nicht vollständig. Der Lichtschutzfaktor bezieht sich vor allem auf den Schutz vor UVB-Strahlung, also jener Strahlung, die Sonnenbrand verursacht. Doch viele Menschen ziehen daraus die falsche Konsequenz: Sie bleiben länger in der Sonne, weil sie sich sicher fühlen. Genau dadurch kann die gesamte Strahlungsdosis steigen – insbesondere im UVA-Bereich.

Die überraschende Schlussfolgerung: Besserer Sonnenschutz kann paradoxerweise zu mehr Hautschäden führen, wenn er zu längeren Aufenthalten in der Sonne verleitet. Für Golfer ist das besonders relevant, weil sie nicht nur kurzzeitig Sonne tanken, sondern sich über viele Stunden hinweg einer kumulativen Belastung aussetzen.

Prof. Dr. Volker Steinkraus stellte sein neues Buch in München vor.
Prof. Dr. Volker Steinkraus stellte sein neues Buch über Hautgesundheit auch in München vor. Als passionierter Amateurgolfer kennt er die typischen Fehler auf dem Platz – und weiß, warum Sonnenschutz für Golfer weit mehr ist als eine Sommerfrage.

UVA: Die unterschätzte Gefahr ohne Sonnenbrand

Steinkraus macht deutlich, was selbst viele informierte Menschen unterschätzen: Sonnenbrand ist kein verlässlicher Indikator für Hautgesundheit.

UVB-Schutz ist heute bei hochwertigen Produkten meist sehr gut. Die größere Herausforderung liegt im UVA-Schutz, insbesondere im langwelligen Bereich. Das Problem: Man bekommt keinen Sonnenbrand, kann aber dennoch Hautschäden erleiden. UVA-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein und spielen eine wichtige Rolle bei vorzeitiger Hautalterung.

Für eine Zielgruppe, die Wert auf gepflegte Haut, Ausstrahlung und souveränes Altern legt, ist das ein Paradigmenwechsel. Nicht die sichtbare Rötung ist entscheidend, sondern die unsichtbare Belastung, die sich über Jahre und Jahrzehnte summiert.

Blaulicht: Das neue Thema der modernen Dermatologie

Ein besonders modernes Thema ist sichtbares Licht, insbesondere blaues Licht, auch HEV-Licht genannt. Es liegt außerhalb des klassischen UV-Bereichs und wird in der Diskussion über Sonnenschutz noch immer häufig unterschätzt.

Der entscheidende Punkt: Klassische Sonnencremes schützen nicht automatisch vor sichtbarem Licht. Gerade bei Menschen, die zu Pigmentierungen neigen, kann dieses Thema ästhetisch relevant sein. Für Golfer, die lange im Freien sind, bedeutet das: Sonnenschutz muss künftig breiter gedacht werden – nicht nur als UV-Schutz, sondern als Schutzkonzept gegen verschiedene Lichtbereiche.

Mineralisch oder chemisch? Die Wissenschaft ist differenzierter als die Beauty-Industrie

Ein weiterer Mythos wurde an diesem Abend entzaubert: Die einfache Formel „mineralisch ist gut, chemisch ist schlecht“ greift zu kurz.

Laut Steinkraus ist diese Gegenüberstellung wissenschaftlich nicht haltbar. Moderne Sonnenschutzformulierungen sind komplexer. Beide Filtertypen können Licht absorbieren, reflektieren oder streuen. Entscheidend ist weniger das Marketing-Etikett als die tatsächliche Formulierung, Stabilität, Verträglichkeit und Schutzbreite eines Produkts.

Die Beauty-Industrie vereinfacht gern. Die Wissenschaft differenziert. Genau darin liegt das Besondere dieses Buches: Es liefert keine simplen Glaubenssätze, sondern anspruchsvolle Orientierung.

Nano-Technologie: Weniger bedrohlich als ihr Ruf

Auch beim Thema Nanopartikel räumt Steinkraus mit gängigen Ängsten auf. Nanopartikel in Sonnenschutzprodukten gelten im öffentlichen Diskurs oft als kritisch. Dermatologisch betrachtet ist das Bild differenzierter.

Die überraschende Erkenntnis: Nano kann unter bestimmten Voraussetzungen sicherer sein als manche gelösten Filtersubstanzen, weil diese Partikel die intakte Hautbarriere nicht einfach durchdringen. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung kommt in seiner Einschätzung zu dem Ergebnis, dass bei auf dem europäischen Markt erhältlichen Sonnenschutzmitteln nach derzeitigem Wissensstand keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten sind.

Warum Hautkrebs trotz besserer Produkte zunimmt

Eine der spannendsten Thesen des Abends: Trotz besserem Sonnenschutz steigen Hautkrebszahlen weiter an.

Der Grund liegt nicht zwingend in schlechteren Produkten, sondern oft im Verhalten. Menschen bleiben länger in der Sonne, unterschätzen UVA-Schäden und verlassen sich zu sehr auf Creme allein. Die Haut aber speichert Schäden über Jahrzehnte. Oder wie es in der Dermatologie oft heißt: Die Haut vergisst nichts.

Für Golfer ist diese Botschaft besonders wichtig. Nicht der einzelne Sonnenbrand allein ist das Problem, sondern die wiederholte, kumulative Exposition – Runde für Runde, Saison für Saison.

Sonnenschutz ist ein System – kein Produkt!

Die vielleicht wichtigste Erkenntnis aus dem über 40 Seiten umfassenden Sonnenschutz-Kapitel lautet: Ein perfekter Sonnenschutz existiert nicht.

Warum? Weil verschiedene Strahlenbereiche unterschiedliche Schutzstrategien erfordern. Weil kosmetische Eigenschaften, Wirksamkeit, Hautverträglichkeit und Umweltaspekte miteinander konkurrieren. Und weil kein Produkt intelligentes Verhalten ersetzt.

Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt mindestens LSF 30 und betont, dass Sonnenschutzmittel nur ein Teil des UV-Schutzes sind. Kleidung, Schatten und Kopfbedeckung bleiben zentrale Maßnahmen.

Die wichtigsten Sonnenschutz-Fakten für Golfer

1. Vor der Runde eincremen
Sonnenschutz sollte vor dem ersten Abschlag aufgetragen werden – großzügig und auf alle unbedeckten Hautstellen.

2. LSF 30 ist Minimum, LSF 50 die klügere Wahl
Für lange Golfrunden, helle Hauttypen oder intensive Sonne ist ein hoher bis sehr hoher Schutz sinnvoll. Wichtig ist ein breitbandiger Schutz gegen UVA und UVB. Die American Academy of Dermatology empfiehlt wasserresistenten Breitband-Sonnenschutz mit mindestens SPF 30.

3. Nachcremen gehört zur Runde
Eine 18-Loch-Runde dauert meist länger als die Schutzwirkung einer einmaligen Anwendung. Die American Academy of Dermatology empfiehlt, Sonnenschutz alle zwei Stunden sowie nach starkem Schwitzen erneut aufzutragen. Für Golfer heißt das praktisch: vor Tee 1 eincremen, rund um Loch 9 nachlegen.

4. Die vergessenen Stellen schützen
Besonders exponiert sind Stirn, Nase, Ohren, Lippen, Nacken, Handrücken und Kopfhaut. Gerade Ohren und Lippen werden häufig vergessen, sind aber dauerhaft stark belastet.

5. Kleidung schlägt Creme allein
UV-Shirts, Kragen, Sonnenbrille, Handschuhe und ein Hut mit breiterer Krempe sind mehr als Accessoires. Sie sind Teil eines professionellen Sonnenschutzsystems.

6. Sonnencreme gehört ins Golfbag
Nicht ins Auto, nicht ins Hotelbad, sondern griffbereit in die Golftasche. Ideal ist eine Textur, die nicht in die Augen läuft und sich auch unterwegs schnell auftragen lässt.

7. Schatten strategisch nutzen
Zwischen den Schlägen lohnt sich der Gang unter Bäume, Cart-Dach oder Sonnenschirm. Auch kurze Schattenpausen reduzieren die Gesamtdosis.

8. Hautcheck ernst nehmen
Wer regelmäßig Golf spielt, sollte seine Haut beobachten und dermatologische Vorsorge nutzen. Besonders bei neuen, sich verändernden oder unregelmäßigen Pigmentmalen gilt: früh abklären lassen.

Fazit: Wissen ist der neue Sonnenschutz

Eine klare Botschaft: Sonnenschutz ist kein simples Eincremen, sondern eine strategische Entscheidung auf höchstem Niveau. Für die golfende Zielgruppe gilt: Wer seine Haut versteht, schützt nicht nur seine Gesundheit – sondern auch seine Ausstrahlung. Gerade für Golfer ist dieses Wissen essenziell. Wer sein Handicap pflegt, sollte seine Haut nicht vernachlässigen. Denn wahre Performance endet nicht am Grün.

Über das Buch: „HOW TO LOOK BETTER“

In „HOW TO LOOK BETTER. 10 Maximen für eine schöne Haut – und ein besseres Leben“ bündelt Prof. Dr. Volker Steinkraus über 40 Jahre dermatologische Erfahrung. Erschienen ist das Buch im Murmann Verlag, es umfasst 280 Seiten und kostet 29 Euro.

Jenseits von kosmetischen Heilsversprechen und Anti-Aging-Mythen zeigt Steinkraus pointiert, ehrlich und praxisnah, was unsere Haut als lebenswichtiges Organ wirklich braucht. Mit Fallbeispielen, kulturellen Bezügen und klaren Pflegeempfehlungen erklärt er, warum Haut immer auch Spiegel von Lebensstil, Gesundheit und Seele ist.

Seine Antwort auf die Frage, was er auf eine einsame Insel mitnehmen würde, bringt seine Philosophie auf den Punkt: Zahnbürste, Zahnpasta und einen Moisturizer – am besten mit integriertem Sonnenschutz.

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