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Eine Mitgliedschaft, drei Golfanlagen: Was hinter dem neuen Premium Club Circle steckt

Golf Valley, der Wittelsbacher Golfclub und der Golfclub Garmisch-Partenkirchen öffnen mit dem Premium Club Circle ab Januar 2027 ihre Plätze füreinander. Berechtigte Mitglieder können dann ohne zusätzliches Greenfee auf den beiden Partneranlagen spielen. Wir haben mit Golf-Valley-Eigentümer Danny Wilde darüber gesprochen, was Mitglieder davon haben – und warum die Entfernung zwischen den Clubs zum Konzept gehört.

Bildcollage mit Golf Valley, Golfclub Garmisch-Partenkirchen und Wittelsbacher Golfclub, von links nach rechts
Drei Anlagen, eine Kooperation: Golf Valley, der Golfclub Garmisch-Partenkirchen und der Wittelsbacher Golfclub (v. l.) erweitern ab Januar 2027 das Spielangebot für ihre Vollmitglieder. KI-bearbeitete Bildcollage

Wie oft darf man auf den anderen Plätzen spielen?

„So viel du möchtest“, sagt Danny Wilde. Die Antwort bringt auf den Punkt, was den neuen Premium Club Circle für Golfer interessant macht: mehr Abwechslung, ohne für jede Runde auf einer anderen Anlage zusätzliches Greenfee zu bezahlen.

Zum 1. Januar 2027 startet die Kooperation zwischen Golf Valley südlich von München, dem Wittelsbacher Golfclub bei Neuburg an der Donau und dem Golfclub Garmisch-Partenkirchen. Die drei Anlagen bleiben wirtschaftlich und organisatorisch eigenständig. Für ihre berechtigten Mitglieder erweitert sich jedoch das Spielangebot.

Premium Club Circle: Wer mitspielen darf und was es kostet

Nach Angaben von Wilde ist die Zahl der Golfrunden auf den Partneranlagen nicht begrenzt. Auch eine grundsätzliche Einschränkung auf bestimmte Wochentage ist nicht vorgesehen. Das Spielrecht gilt nach Verfügbarkeit und unter Beachtung der jeweiligen Clubregeln.

Für die Teilnahme am Premium Club Circle fällt kein zusätzlicher Beitrag an. Das gegenseitige Spielrecht ergänzt die Leistungen der berechtigten Mitgliedschaften. Die regulären Mitgliedsbeiträge des Heimatclubs fallen weiterhin an.

Berechtigt sind Mitglieder mit vollem Spielrecht, deren Mitgliedschaft vom Heimatclub bestätigt und von den Partnerclubs anerkannt wird. Welche Mitgliedschaftskategorien dazugehören, erfahren Interessenten beim jeweiligen Heimatclub.

Damit wird aus dem gelegentlichen Besuch eines anderen Platzes eine zusätzliche Möglichkeit für die eigene Golfplanung: eine Runde im Alpenvorland, ein Ausflug nach Garmisch oder ein Spiel im Wittelsbacher Golfclub.

Warum die Entfernung zwischen den Clubs wichtig ist

Drei Anlagen, ein gegenseitiges Spielrecht: Das klingt unkompliziert. Hinter dem Angebot stehen allerdings Vereinbarungen, die auch die wirtschaftlichen Interessen der Clubs berücksichtigen.

Denn die Mitgliedsbeiträge unterscheiden sich. Die Kooperation soll nicht dazu führen, dass jemand ausschließlich den günstigeren Club wählt, tatsächlich aber überwiegend auf einer anderen Anlage spielt.

Nach Wildes Angaben wurden deshalb bei der Ausgestaltung unter anderem Fahrtzeiten und Postleitzahlen berücksichtigt. Der Premium Club Circle soll Mitgliedschaften aufwerten und die jeweiligen Einzugsgebiete der Clubs respektieren.

Die Partneranlagen liegen weit genug auseinander, um ihre eigenen Mitgliedermärkte zu behalten, und zugleich nah genug für einen Tagesausflug.

Für langjährig bestehende Mitgliedschaften sind Ausnahmen vorgesehen: Wer bereits vor Einführung der Kooperation eine berechtigte Mitgliedschaft hatte, soll nicht allein deshalb schlechtergestellt werden, weil sein Wohnort im Einzugsgebiet einer Partneranlage liegt. Bei einem geplanten Clubbeitritt oder Clubwechsel sollten Interessenten die Wohnort- und Schutzgebietsregeln vorab mit den Clubs klären.

Gemeinsam mehr bieten

Entstanden ist der Premium Club Circle aus Gesprächen zwischen den Verantwortlichen der drei Anlagen. Nach Angaben von Wilde brachte Felix Otto aus Garmisch die Idee einer engeren Zusammenarbeit konkret ins Gespräch. Gemeinsam mit den Verantwortlichen des Wittelsbacher Golfclubs entwickelte sich daraus das jetzige Modell.

Wilde legt Wert darauf, dass die Initiative gemeinschaftlich entstanden ist. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Clubs ihren Mitgliedern mehr bieten können, ohne ihre Eigenständigkeit aufzugeben.

Darin liegt die wirtschaftlich interessante Seite der Kooperation: Eine Anlage muss nicht selbst wachsen, um das Spielangebot für ihre Mitglieder zu erweitern. Sie kann sich mit passenden Partnern verbinden.

Für die Clubs kann das ein Argument sein, bestehende Mitglieder zu halten und neue zu gewinnen. Für Golfer zählt zunächst etwas sehr Konkretes: Sie erhalten zusätzliche Plätze zur Auswahl.

Könnten weitere Clubs dazukommen?

Mit den drei Gründungsclubs muss das Netzwerk nicht abgeschlossen sein. Wilde bestätigt, dass es bereits Gespräche mit weiteren interessierten Golfclubs gibt.

„Wir schauen weiterhin über den Tellerrand hinaus“, sagt er. Entscheidend seien die Qualität der Anlagen, ihre geografische Lage und die wirtschaftliche Vereinbarkeit.

Für die Mitglieder wird sich der Wert des Premium Club Circle ab Januar im Golfalltag zeigen: Wie gut lassen sich Runden auf den Partneranlagen planen? Wie häufig nutzt man das zusätzliche Angebot tatsächlich?

Der Heimatclub bleibt – und die Auswahl für die nächste Golfrunde wird größer.

Exklusiv Golfen sprach mit Danny Wilde, Eigentümer von Golf Valley, über den neuen Premium Club Circle.

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