Wenn Nelly Korda am Donnerstag im Hazeltine National Golf Club zum ersten Abschlag schreitet, geht es um weit mehr als den Gewinn eines weiteren Major-Titels. Die Weltranglistenerste könnte Golfgeschichte schreiben.

Nach ihren Siegen bei den ersten beiden Major-Turnieren der Saison hat die Amerikanerin die Chance, als erst dritte Spielerin überhaupt die ersten drei Majors eines Jahres zu gewinnen – ein Kunststück, das bislang nur Babe Zaharias (1950) und Inbee Park (2013) gelang.
Doch nicht nur sportlich steht die KPMG Women’s PGA Championship 2026 vor einer besonderen Woche. Das Major in Minnesota zeigt eindrucksvoll, wie rasant sich das professionelle Damengolf entwickelt. Rekordpreisgeld, künstliche Intelligenz, Echtzeitdaten und die umfangreichste TV-Berichterstattung der LPGA Tour machen das Turnier zu einem Schaufenster der Zukunft.
Das höchstdotierte Turnier der Damengolf-Geschichte
Vom 25. bis 28. Juni kämpfen 156 Spielerinnen im Hazeltine National Golf Club um ein Gesamtpreisgeld von 13 Millionen US-Dollar – die höchste Dotierung, die jemals im Damengolf ausgeschüttet wurde.
Die KPMG Women’s PGA Championship wird seit 1955 ausgetragen und zählt zu den traditionsreichsten Majors im Frauengolf. Seit KPMG 2015 als Titelsponsor eingestiegen ist, hat sich das Turnier zu einem der wichtigsten Aushängeschilder der LPGA Tour entwickelt. Die diesjährige Austragung ist bereits die zwölfte unter dem KPMG-Banner und nach 2019 die zweite im renommierten Hazeltine National Golf Club.
Wenn künstliche Intelligenz zum Coach wird
Noch bemerkenswerter als das Rekordpreisgeld ist jedoch die technologische Entwicklung.
Die KPMG Women’s PGA Championship gilt inzwischen als das innovativste Turnier der LPGA Tour. Mit den erweiterten „KPMG Performance Insights“ erhalten die Spielerinnen erstmals KI-gestützte Analysen direkt nach ihrer Runde.
Innerhalb weniger Minuten stehen detaillierte Loch-für-Loch-Auswertungen, Schlaganalysen und strategische Empfehlungen zur Verfügung. Die Athletinnen können erkennen, wo sie Schläge gewonnen oder verloren haben und ihre Taktik für die nächste Runde entsprechend anpassen.
Auch Fans und Medien profitieren von den neuen Technologien. Während der Live-Übertragungen berechnet eine KI in Echtzeit Siegwahrscheinlichkeiten, analysiert den Einfluss einzelner Schläge auf das Gesamtergebnis und liefert Prognosen für den weiteren Turnierverlauf. Golf wird dadurch nicht einfacher – aber transparenter.
Die stärkste Besetzung des Jahres
Das Teilnehmerfeld könnte kaum hochkarätiger sein. Alle Top 100 der aktuellen Race-to-CME-Globe-Rangliste schlagen in Hazeltine ab. Hinzu kommen zehn ehemalige Siegerinnen der KPMG Women’s PGA Championship sowie zwei weitere Gewinnerinnen der früheren LPGA Championship.
Damit versammelt sich eines der stärksten Felder der gesamten Saison.
Besondere Aufmerksamkeit gilt neben Korda auch Titelverteidigerin Amy Yang. Die Südkoreanerin gilt mit 22 Top-10-Ergebnissen bei Major-Turnieren als eine der konstantesten Spielerinnen ihrer Generation. Auffällig: Auf den Par-5-Löchern erzielt Yang außergewöhnlich starke Werte – ein Faktor, der in Hazeltine erneut entscheidend werden könnte.
Warum die Par 5s den Unterschied machen könnten
Die Datenanalysen der vergangenen Major-Turniere zeigen ein interessantes Muster. Frühere Major-Siegerinnen spielen die Par-5-Löcher im Durchschnitt deutlich besser als das übrige Feld. Über viele Jahre hinweg erwiesen sich die langen Bahnen immer wieder als Schlüssel zum Titelgewinn.
Doch die aktuellen Analysen liefern noch eine weitere spannende Erkenntnis: Während Nelly Korda derzeit vor allem mit ihrer Stärke vom Abschlag dominiert, wurden vier der vergangenen fünf Austragungen der KPMG Women’s PGA Championship vor allem durch herausragendes Eisenspiel entschieden.
Genau darin liegt eine der großen Fragen dieser Woche.
Reicht Kordas Dominanz vom Tee aus, um Geschichte zu schreiben? Oder wird erneut die Präzision ins Grün über Sieg und Niederlage entscheiden?
Hazeltine – Bühne großer Golfmomente
Der von Robert Trent Jones Sr. entworfene Hazeltine National Golf Club gehört zu den berühmtesten Championship-Plätzen Nordamerikas.
Hier wurden bereits PGA Championships, ein Ryder Cup und die KPMG Women’s PGA Championship 2019 ausgetragen. 2029 kehrt sogar der Ryder Cup zurück! Hazeltine wird dann als erster Golfplatz in den USA zum zweiten Mal Gastgeber des prestigeträchtigen Teamwettbewerbs sein.
Die Kulisse könnte also kaum passender sein.
Mehr als nur ein Major
Die KPMG Women’s PGA Championship 2026 steht für vieles, was den modernen Golfsport prägt: mehr Sichtbarkeit, höhere Preisgelder, innovative Technologien und ein Leistungsniveau, das weltweit Aufmerksamkeit erzeugt.
Und während Millionen Fans verfolgen, ob Nelly Korda das nächste Kapitel ihrer außergewöhnlichen Saison schreibt, zeigt dieses Turnier zugleich, wie selbstbewusst und dynamisch sich das Damengolf inzwischen präsentiert.
Turnier-Info
KPMG Women’s PGA Championship 2026
Datum: 25. bis 28. Juni 2026
Austragungsort: Hazeltine National Golf Club, Chaska (Minnesota, USA)
Preisgeld: 13 Millionen US-Dollar (Rekord im Damengolf)
Teilnehmerinnen: 156 Spielerinnen, darunter alle Top 100 der Race-to-CME-Globe-Rangliste
FAQ
Warum ist die KPMG Women’s PGA Championship 2026 so bedeutend?
Mit 13 Millionen US-Dollar Preisgeld ist sie das höchstdotierte Turnier der Damengolf-Geschichte und eines der fünf Major-Turniere der LPGA Tour.
Welche historische Chance hat Nelly Korda?
Sie könnte als erst dritte Spielerin überhaupt die ersten drei Major-Turniere einer Saison gewinnen.
Wo findet die KPMG Women’s PGA Championship 2026 statt?
Im Hazeltine National Golf Club in Chaska, Minnesota.
Wie hoch ist das Preisgeld?
Das Gesamtpreisgeld beträgt 13 Millionen US-Dollar und markiert einen Rekord im professionellen Damengolf.
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