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Ryder Cup 2022 Golfplatz: Faldo stellt Kurs vor

Die deutsche Bewerbung um den Ryder-Cup 2022 nimmt weiter Form an: Am Donnerstag stellte die britische Golf-Ikone Sir Nick Faldo den Entwurf für den Kurs im A-Rosa-Resort in Bad Saarow vor. Der erfolgreichste europäische Ryder-Cup-Spieler gilt als renommierter Golfplatz-Architekt und soll mit seinen Plänen zum Umbau der Anlage die Chancen steigern, das populärste Golf-Turnier der Welt erstmals nach Deutschland zu holen. Im April 2015 hatte sich Deutschland offiziell mit Bad Saarow um den 44. Kontinentalvergleich der besten Golfer aus Europa und den USA beworben. Italien, Österreich und Spanien sind auch weiter im Rennen und nicht zu unterschätzen. Die Bekanntgabe, wer nun den Ryder Cup 2022 ausrichten darf, ist für Ende Oktober geplant. Angela Merkel als Bundeskanzlerin und die Regierungschefs von Brandenburg und Berlin stehen hinter dieser Bewerbung.

Sir Nick Faldo stellt den Kurs in Bad Saarow vor
Sir Nick Faldo stellt den Kurs in Bad Saarow vor

‚Der Kurs hat alle Charakteristika, um die einzigartigen Momente heraufzubeschwören, die es nur im Ryder Cup gibt‘, sagte Faldo bei der Vorstellung: ‚Außerdem berücksichtigt das Design in hohem Maße die Zuschauer, denn die Geräuschkulisse der Fans ist ein wesentlicher Bestandteil jeder Ryder-Cup-Geschichte.‘ Beim legendären Turnier zwischen Europa und den USA erwarten die Veranstalter bis zu 55.000 Besucher pro Tag. Sollte sich Deutschland gegen die Mitbewerber Österreich, Italien und Spanien durchsetzen, würde der Umbau aus privaten Mitteln der Betreiber der Anlage in Brandenburg finanziert. Die Entscheidung über den Ryder-Cup-Gastgeber 2022 fälllt in diesem Herbst.

© 2015 SID

Im Vorfeld gab es reichlich Diskussion bei der Auswahl des Ryder Cup 2022 Golfplatzes, hätte sich gern Bayern das Golf-Event gesichert. BMW unterstützt die Ausrichtung im Bundesland Brandenburg und kann es sich gut vorstellen, die BMW International Open im Wechsel mit München, Lärchenhof und Bad Saarow auszurichten. Der 57-Jährige Engländer Faldo hat bereits den 1996 eröffneten Nick-Faldo-Course selbst entworfen. 

Der Ryder Cup ist das größte Event im Golfsport und wird alle zwei Jahre ausgetragen. Der nächste Kontinentalvergleich findet im Herbst 2016 im Hazeltine National Golf Club im US-Bundesstaat Minnesota statt, wo u.a. Mount Cadet wieder Sponsorpartner ist.

Hat Deutschland die Chance auf den Ryder Cup 2022?

Anlässlich des Besuches von Sir Nick Faldo in Bad Saarow und Berlin hat die BMW Niederlassung Berlin zu einem Podiumsgespräch zum Thema ‚Das Potenzial einer erfolgreichen Ryder-Cup-Ausrichtung für die Region, das Land und den deutschen Golfsport‘ eingeladen. Rund 200 Gäste, darunter Vertreter aus Wirtschaft, Politik und zahlreiche Prominente, waren in die BMW Niederlassung am Kaiserdamm gekommen, um ihre Unterstützung für die deutsche Bewerbung um den Ryder Cup 2022 zu demonstrieren und das Podiumsgespräch zu verfolgen.
 
Sir Nick Faldo, der erfolgreichste Ryder-Cup-Spieler überhaupt, sechsmalige Majorsieger, renommierte Golfplatzarchitekt und angesehene Golf-Experte, wäre für den Platzumbau verantwortlich, wenn Deutschland im Herbst den Zuschlag bekommt. Ein Konzept für den Ryder-Cup-Platz hatte der Engländer am Vormittag im A-ROSA Scharmützelsee, der offiziellen Bewerberanlage, vorgestellt. Im anschließenden Podiumsgespräch waren sich Thomas Braune, Regierungssprecher des Landes Brandenburg, Dr. Steven Althaus, Leiter Markenführung BMW und Marketing Services BMW Group, Horst Rahe, Geschäftsführender Gesellschafter der A-ROSA Unternehmensgruppe und Marco Kaussler, Leiter der deutschen Ryder-Cup-Bewerbung, darüber einig, welche große Chance es wäre, würde das prestigeträchtigste und aufmerksamkeitsstärkste Golfturnier 2022 in Deutschland stattfinden.
 
Thomas Braune hob die wirtschaftliche Bedeutung für Brandenburg hervor und sicherte einmal mehr die politische Unterstützung des Landes zu. Er sagte: ‚Der Ryder Cup ist eine Sportveranstaltung, die auf weltweites Interesse stößt, von großer Begeisterung getragen wird und das Land Brandenburgvon seiner schönsten Seite zeigen wird. Für die Golfregion Berlin-Brandenburg mit über 30 Plätzen wäre die Ausrichtung des Ryder Cup ein großes Ausrufezeichen. Den Ryder Cup 2014 in Schottland haben 255.000 Menschen besucht, insgesamt gingen fünf Millionen Ticket-Anfragen ein. Dies unterstreicht die Bedeutung dieses einzigartigen Wettkampfes. Auch deshalb unterstützen die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs von Brandenburg und Berlin die Bewerbung.‘
 
Sollte die Bewerbung Deutschlands um den Ryder Cup 2022 Erfolg haben, würde der Platzumbau durch Sir Nick Faldo aus Privatmitteln der Eigentümerfamilie und des Betreibers des A-ROSA Scharmützelsee finanziert. Zu seinen Beweggründen sagte Horst Rahe: ‚Ich habe mich schon sehr früh nach der Wende durch die Übernahme der Deutschen Seereederei 1993 und die Einbringung meiner eigenen westdeutschen Unternehmen zu 100 Prozent für den Aufbau Ost entschieden. So sind bis heute in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 18.000 Arbeitsplätze entstanden. Auch Brandenburg mit seinen vielfältigen Möglichkeiten lag mir immer sehr am Herzen. Eine Zusage für den Ryder Cup 2022 würde einen enormen Aufschwung für die gesamte Region bedeuten. Wie schon bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 könnte Deutschland erneut beweisen, dass es ein durch und durch sportbegeistertes, überaus gastfreundliches und weltoffenes Land im Herzen Europas ist. Unser Standort vor den Toren Berlins ist wie geschaffen für eine transatlantische Begegnung wie den Ryder Cup – daran glaube ich ganz fest.‘
 
Frank Henkel, Bürgermeister und Senator für Inneres und Sport des Landes Berlin, sagte in einer Videobotschaft: ‚Berlin ist eine europäische Metropole von internationalem Rang, weltoffen und tolerant, beliebt und gefeiert. Sie ist Anziehungspunkt für Menschen aus aller Welt. Davon könnte der RyderCup 2022 in jeder Hinsicht profitieren.  Die Sportmetropole Berlin könnte mit diesem renommierten Golfturnier zwischen Europa und den USA  ihrem Eventkalender ein weiteres sportliches Highlight hinzufügen und die besondere Verbundenheit Berlins mit den Vereinigten Staaten unterstreichen.‘

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