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Ryder Cup Teams: Der stille Leader in Europas Ryder-Cup-Team ist!

Chaska – Ryder Cup Teams (dpa) – Martin Kaymer liebt die Momente, in denen der Druck schier ins Unermessliche steigt. Dann wächst der Golfstar über sich hinaus. So wie vor vier Jahren als er beim Ryder Cup nervenstark aus knapp zwei Metern den entscheidenden Putt zum Sieg des europäischen Teams einlochte. Von diesem Freitag an sind Kaymers Qualitäten wieder gefragt: Bei der 41. Auflage des Team-Wettbewerbs treten die jeweils zwölf besten Profis aus Europa und den USA im Hazeltine National Golf Club im US-Bundesstaat Minnesota gegeneinander an. 

Martin Kaymer will mit dem Team Europa erfolgreich den Ryder Cup verteidigen. Foto: Armin Weigel
Ein Leader der ryder Cup Teams: Martin Kaymer will mit dem Team Europa erfolgreich den Ryder Cup verteidigen. Foto: Armin Weigel

‚Es ist wahrscheinlich die beste Erfahrung, die ein Golfprofi in seinem Leben machen kann‘, schwärmt Martin Kaymer von dem prestigeträchtigen Kontinentalvergleich. ‚Es ist als spielt man Golf in einem Fußball-Stadion vor über 70.000 Fans, die komplett durchdrehen.‘

Der 31-Jährige aus Mettmann ist es bereits zum vierten Mal bei den Ryder Cup Teams dabei. 2010, 2012 und 2014 holte er mit den Europäern die Trophäe. Der zweimalige Major-Champion ist über die Jahre zu einer festen Größe im Team geworden. Er ist ein Leader, der aber nie den Anspruch auf die Führungsrolle erhebt.

Der Rat der ehemaligen Nummer eins der Welt wird mit Sicherheit gesucht werden. Sechs Ryder-Cup-Debütanten stehen im Team von Kapitän Darren Clarke. Kaymer gilt bei seinen Teamkollegen schon als Routinier. ‚Sollten sie Rat brauchen, werde ich ihnen zur Seite stehen. Aber man sollte sich da auch nicht zu wichtig nehmen.‘ Er ist ein stiller, ein bescheidener Held.

Ryder Cup Teams – Wer ist Favorit?

Beim Ryder Cup Nr. 41 im Hazeltine National Golf Club im US- Bundesstaat Minnesota in USA treffen diese Woche die Teams Europa und USA gegeneinander an. 26 zu 14 Siegen führt natürlich USA, aber Europa hatte die letzten drei Male sich den Titel in Folge geholt.

Bei der Frage, welches der Ryder Cup Teams in diesem Jahr gewinnt, hält Kaymer sich mit großen Kampfansagen in Richtung des Gegners zurück. ‚Wenn die US-Amerikaner glauben favorisiert zu sein, dann hat das schon seinen Grund. Sie haben den Heimvorteil und auf dem Papier sind wir der Underdog‘, sagt er. ‚Ich bin mit unserer Ausgangslage sehr zufrieden.‘

Kaymers eigene Form stimmt. Bei der Generalprobe am vergangenen Wochenende beim Golf-Turnier ‚Porsche European Open‚ in Bad Griesbach wurde er Sechster. Noch wartet Kaymer in dieser Saison auf den ersten Turniersieg, aber er sei ’nahe dran‘. Insgesamt schaffte der Olympionike 2016 bisher sieben Mal den Sprung in die Top Ten.

Da die ganz großen Erfolge in diesem Jahr fehlten, kam Kaymer in der europäischen Ryder-Cup-Rangliste nicht unter die ersten Neun. Für die Teilnahme am Kontinentalvergleich war er also auf eine der drei Wildcards von Kapitän Clarke angewiesen. Der Nordire zögerte nicht, er wollte den Deutschen unbedingt in seinem Team haben. Clarkes logische Begründung: Kaymer sei einer der ‚weltbesten Spieler in Drucksituationen.‘

dpa Autor: Marc Möller

 

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