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European Challenge Tour: Erster Sieg für Neu-Profigolfer Max Kieffer

Beim ersten Event der European Challenge Tour ‚Gujarat Kensville Challenge‘ schaffte der deutsche Max Kieffer seinen ersten Sieg als Profigolfer mit 32.000 € Preisgeld gleich zum Anfang der Saison. Die internationale Presse stürtzte sich besonders gern auf den 21-jährigen, ist er doch dort aufgewachsen wo auch Super-Golf-Talent Martin Kaymer her kommt. Zehn Fragen an Max Kieffer!

Kieffers erste große Golf-Trophäe. Foto: Karolina Genbara (European Tour)

Mit welchen Erwartungen sind Sie in ihr erstes Turnier in der Saison 2012 gegangen?
Max Kieffer: Ich habe im Winter mit einem Sportpsychologen gearbeitet und bin mit den Erwartungen ins erste Turnier gegangen, die Aufgaben, die wir erarbeitet haben, zu erfüllen. Dies hieß, Schlag für Schlag spielen und mich auf den Ballflug zu konzentrieren.

In der Finalrunde spielten Sie zusammen mit dem über drei Runden führenden Inder Rahil Gangjee, wann haben Sie gemerkt, dass Sie eine Chance auf den Sieg hatten?
Max Kieffer: Ich habe versucht die Finalrunde zu genießen, denn man spielt ja nicht jede Woche in der letzten Gruppe. Ich habe versucht gutes Golf zu spielen. An einen Sieg hatte ich überhaupt nicht gedacht, erst als Gangjee im Stechen seinen Ball ins Wasser gespielt hatte kam mir der Gedanke gewinnen zu können.

Als Sie im Stechen gemerkt haben, dass Sie den Ball mit dem zweiten Schlag nur aufs Grün bringen müssen, was ging da in Ihnen vor?
Max Kieffer: Nervös war ich schon ein bisschen. Ich habe hauptsächlich probiert, mich auf meine Schläge zu konzentrieren und dann zu schauen, was passiert und nicht irgendwie etwas Außergewöhnliches zu probieren. Ich blieb sehr ruhig und habe mich mit dem möglichen Sieg überhaupt nicht beschäftigt.

Was war es für ein Gefühl, den letzten Putt zu versenken und zum ersten Mal ein Turnier zu gewinnen?
Max Kieffer: Als ich den Putt gelocht hatte ist die ganze Anspannung von mir abgefallen. Dann kam die Siegerehrung, ich musste viele Interviews geben und Autogramme schreiben, richtig zur Ruhe gekommen bin ich nicht. Richtig realisiert habe ich alles erst, als ich wieder hier in Düsseldorf war. Dadurch, dass man Ruhe hat sich über alles was geschehen war Gedanken zu machen, wird einem erst richtig bewusst, was passiert war und kann den Erfolg genießen.

Gleich beim Saisonstart ein Turnier zu gewinnen muss doch etwas Besonderes sein, oder?
Max Kieffer: Das fühlt sich super an, gerade weil es das erste Turnier der Saison war. Ich kann die Saison jetzt gut planen und ich weiß, dass ich auch gut genug bin, um zu gewinnen. Wenn ich jetzt weiter so arbeite, weiß ich auch, dass ich weitere Top-Platzierungen erreichen kann.

Sind Sie ein Frühstarter, denn im letzten Jahr sind Sie bei Ihrem ersten Turnier Zweiter geworden?
Max Kieffer: Schwer zu sagen. Eigentlich nicht so richtig, in meiner Amateurzeit kamen meine guten Ergebnisse immer erst am Ende der Saison. Schön wäre natürlich, wenn in einer Saison einmal alles von Anfang bis Ende gut laufen würde.

Wie sieht denn jetzt Ihre weitere Turnierplanung aus. Sie wollten ja zwischen den nächsten Turnieren noch ein Trainingslager in den USA einlegen. Bleibt es dabei?
Max Kieffer: Meine Planung bleibt genau so bestehen. Mitte Februar geht es zum Trainingslager in die USA, wahrscheinlich Las Vegas oder Arizona, da muss ich noch einmal schauen, was besser ist. Von da aus geht es zum nächsten Turnier nach Kolumbien, dann nach Hause und anschließend nach Kenia. Im April werde ich noch ein Trainingslager in der Türkei einlegen und Ende April geht es dann mit der Saison erst richtig los.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie jetzt in die nächsten beiden Turniere?
Max Kieffer: Ich möchte probieren an meine guten Leistungen in Indien anzuknüpfen. Man darf jetzt nicht überheblich werden und denken, jetzt habe ich einmal gewonnen und jetzt geht es so weiter. Man muss wissen, dass dies alles harte Arbeit ist und muss weiter hart trainieren. Natürlich motiviert ein Sieg auch, aber er ist auch ein Ansporn noch härter an sich zu arbeiten.

Das es in Indien ein für die Challenge Tour Verhältnisse hoch dotiertes Turnier war, kann man sagen, dass Ihr Erfolg schon die halbe Miete für die European Tourkarte 2013 war?
Max Kieffer: Klar war es ein super Saisonstart und die Tourkarte für Europa habe ich damit überhaupt noch nicht in der Tasche. Es ist eine gute Ausgangsposition für die Saison, aber dies ist auch schon alles. Ich muss trotzdem noch weiter gut spielen und darf mich nicht auf die faule Haut legen. Ich möchte so lange wie möglich im Ranking oben zu bleiben und die Tourkarte für Europa 2013 so schnell wie möglich abzusichern.

Hat man als Sieger auf der Challenge Tour auch einmal Gedanken, als Vorbereitung auf die European Tour, das eine oder andere European Tour Turnier zu spielen, um sich den ganzen Ablauf dort einmal anzuschauen?
Max Kieffer: Ich sehe dies nicht als Vorbereitung für 2013, aber ein Wunsch von mir ist es, bei der BMW International Open, die ja in diesem Jahr fast vor meiner Haustür stattfinden, dabei zu sein. Ich denke dies wäre nicht schlecht, denn von den guten Spielern kann man sehr viel lernen. Es wäre für mich eine super Erfahrung. Ansonsten konzentriere ich mich voll auf die Turniere der Challenge Tour.

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