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Englischer Doppelsieg bei der BMW International Open 2010

Die BMW International Open 2010 ist mit einem dramatischen Finale zu Ende gegangen. Bradley Dredge, welcher das einzige deutsche Profiturnier auf der European Tour drei Tage lang anführte, erlebte auf den letzten Löchern einen Zusammenbruch, wie er sich so auf dem Meisterschaftsplatz von München-Eichenried noch selten zugetragen hatte. Zum Sieger krönte sich an seiner Stelle der Engländer David Horsey, der zum ersten Mal überhaupt bei der BMW International Open abschlug. Allerdings erlebte Horsey vor wenigen Wochen bei einem BMW-Turnier in Italien ein ähnliches Schicksal wie Dredge heute. Kurz vor dem Sieg erlebte auch er damals einen dramatischen Einbruch.

Der Engländer David Horsey gewann heute Deutschlands einziges Profiturnier und freute sich über sein Preisgeld über 333.330 €

Während Dredge zwischen den letzten Löchern zehn und 16 nicht weniger als fünf Schläge einbüsste, zeigte Horsey den ganzen Tag über fehlerfreies Golf. Bei erschwerten Bedingungen – anders als an den ersten drei Tagen durften die Profis den Ball nicht ‚besserlegen‘ – spielte er eine bogeyfreie 67er-Runde. Mit einem Gesamtergebnis von 270 Schlägen (69,67,67,67 – 18 unter Par) distanzierte er seinen Landsmann Ross Fisher um einen Schlag.

Für den 25-Jährigen aus Stockport war es der erste Triumph überhaupt auf der European Tour. ‚Das ist unglaublich, sagte er, nachdem er den Siegerscheck über 333.330 Euro entgegen genommen hatte. ‚In meinen wildesten Träumen hätte ich nicht gedacht, dieses Turnier zu gewinnen.‘ Horsey überwand damit auch seine Erfahrung von der BMW Italian Open, wo er Anfang Mai seine Siegchance durch einen Bogey am letzten Loch vergeben hatte. Heute behielt er die Nerven und spielte zum Abschluss einen Birdie.

Dredge hatte nach zwei Birdies auf den ersten neun Löchern komfortabel geführt, ehe ihm auf den Löchern zehn, zwölf und 14 je ein Bogey unterlief. Sein Waterloo erlebte er dann auf dem kurzen Par-4-Loch 16, als er seinen Abschlag beinahe ins Wasser setzte und nach weiteren missglückten Schlägen schließlich einen Doppel-Bogey kassierte.

Hinter Fisher, der sich den zweiten Platz mit einem Eagle am letzten Loch erkämpfte, belegte ein Quintett bei jeweils 272 Schlägen (16 unter Par) den dritten Platz. Dredge, Kenneth Ferrie (England), Pablo Larrazábal und Rafael Cabrera-Bello (beide Spanien) sowie – Alex Cejka. Der 39-Jährige spielte sich in seiner ehemaligen Heimat München mit der dritten 67er-Runde in Folge noch vom 15. Platz nach vorn. Wie der Sieger blieb er dabei ohne Bogey.

Die insgesamt 51.500 Fans der vergangenen Turnierwoche erlebten ein Turnier der Außenseiter. Stars wie Ernie Els (Südafrika) oder Sergio García (Spanien) scheiterten am Halbzeitcut, und auch Martin Kaymer (Mettmann) konnte sich den Traum von seinem zweiten Heimsieg bei der BMW International Open nach 2008 nicht erfüllen. Eine 69er-Runde und der geteilte 21. Platz im Endklassement bedeuteten jedoch einen versöhnlichen Abschluss. Seine zahlreichen Anhänger begeisterte der Weltranglisten-Elfte außerdem, als er sich für das letzte Loch in ein Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft kleidete.

LESETIPP

Alex Cejka mit sensationellem Ergebnis bei den BMW International Open 2010: Geteilter 3. Platz & 88.000 € Preisgeld

Alex Cejka (272 Schläge und -16) konnte als einzig deutscher Spieler eine Top-Platzierung bei den BMW International Open 2010 schaffen und hat sich ein Preisgeld von 88.000 Euro erspielt. Martin Kaymer kam auf den geteilten 21.ten Platz und Bernhard Langer kam auf den geteilten 61. Platz.

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