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Fußball-Fan Martin Kaymer: US Open Frühschicht, dann EM

Pittsburgh (dpa) – Erst die Frühschicht am Donnerstag zum Start in die 116. US Open der Golfer, dann das Vergnügen mit dem Deutschland-Spiel gegen Polen – der Zeitplan von Fußball-Fan Martin Kaymer ist perfekt getaktet.

Martin Kaymer
Martin Kaymer wird sich das Deutschland-Spiel in der Hotel-Bar ansehen. Foto: Tannen Maury

Der Sieger von 2014 schlägt schon um 8.13 Uhr (14.13 MESZ) im Oakmont Country Club im US-Bundesstaat Pennsylvania ab und kann zum Nachmittagstee die Beine vor dem Fernseher ausstrecken. «Ich werde nach der Runde direkt ins Hotel fahren, um dort das zweite Spiel unserer Mannschaft zu schauen. Es gibt viele Spieler, die an der EM sehr interessiert sind, und wir haben eine schöne Bar im Hotel. Deswegen wird es wahrscheinlich eine große Runde werden», sagte Martin Kaymer der Deutschen Presse-Agentur. Der zweimalige Majorsieger geht zusammen mit den ehemaligen Weltranglisten-Ersten Luke Donald und Lee Westwood aus England auf den gefürchteten Kurs bei Pittsburgh. Nach seinem souveränen Titelgewinn 2014 scheiterte der 31-Jährige aus Mettmann im Vorjahr beim zweiten Major des Jahres am Cut. Im Frühsommer 2016 gilt es, Boden gutzumachen in der Weltrangliste, wo er auf Platz 54 zurückgefallen ist. Kaymer will unbedingt im September beim Ryder Cup in den USA dabei sein.

«Mein Spiel ist im Moment genau dort, wo ich es haben möchte, die letzten Turniere waren alle in Ordnung und auch die Ergebnisse sind besser geworden. Mein absoluter Fokus liegt deshalb darauf, die Form noch zu verbessern, mich für den Ryder Cup zu qualifizieren und für Olympia fit und ausgeruht zu sein», erklärte er. Nach den Proberunden kommt der ehemalige Weltranglisten-Erste gut zurecht auf dem für seine 210 Sandbunker bekannten Kurs: «Der erste Eindruck ist positiv, ein typischer US-Open-Platz. Das Rough ist tief und fett, die Grüns sehr schnell. Optisch gefällt mir der Platz sehr gut.» Sein Augenmerk lag in den vergangenen Wochen im Training auf dem kurzen Spiel und dem Putten.

Zu den Favoriten auf den Siegerscheck bei dem mit zehn Millionen Dollar dotierten Turnier von Donnerstag (19.00 Uhr/Sky live) bis Sonntag gehört Martin Kaymer aber nicht. Heiße Kandidaten sind der australische Branchenprimus Jason Day, Rory McIlroy (Nordirland) und Masters-Sieger Jordan Spieth. «Ich gehe sehr selbstbewusst in die Majors», sagte der Titelverteidiger aus Texas, der nach der Ära des derzeit verletzten Tiger Woods der konstanteste Spieler bei den vier großen Events ist. Neben Kaymer vertritt nur Maximilian Kieffer die deutschen Farben bei dem Prestige-Event der PGA-Tour. Seinen zweiten Auftritt bei einer US Open beginnt der Düsseldorfer zusammen mit den beiden weiteren Qualifikanten Gary Stal (Frankreich) und Kevin Tway aus den USA um 13.03 Uhr (19.03 MESZ).

Auf seinem Facebook-Account veröffentlichte der früh angereiste Kieffer bereits Putt-Versuche auf den enorm schnellen Grüns – der kleine Ball ließ sich bergab kaum stoppen. Der 25-Jährige ist gewarnt vor dem schwierigen Par-70-Kurs über 6601 Meter, der zum neunten Mal Austragungsort der US Open ist.

Von Britta Körber, dpa

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