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Ladies Swiss Open 2012: Charly Booth holt sich den Titel im Stechen gegen Monke und Masson

Charly Booth siegt in Losone nach 4-Loch-Play-Off und gewinnt damit die 7. Deutsche Bank Ladies’ Swiss Open im Play-Off gegen die Deutschen Anja Monke und Caroline Masson. Doch die Zukunft des Turniers ist ungewiss, zieht sich die Deutsche Bank aus dem Golf-Sponsoring zurück. Die Frist, in der über die Zukunft des Turniers entschieden werden muss, wird um 60 Tage – bis Mitte August – verlängert. Wenn sich bis dahin kein neuer Sponsor findet, könnte es das Damenturnier nächstes Jahr nicht mehr geben.

Für die Schottin Charly Booth ist es der zweite Titel in dieser Saison. Bei den UniCredit Ladies German Open in München im Mai 2012 hatte sie zu keiner Zeit Aussicht auf eine Platzierung!

Spannender kann ein Golftag nicht sein: In die Schlussrunde der 7. Deutsche Bank Ladies’ Swiss Open (DBLSO) in Losone waren neun Spielerinnen mit guten Aussichten auf den Sieg gestartet. Nach 72 gespielten Löchern lagen drei – die beiden Deutschen Anja Monke und Caroline Masson sowie die Schottin Charly Booth – schlaggleich bei 12 unter Par (Totalscore: 276 Schläge).

Ein Play-Off musste entscheiden, so, wie schon 2007, als nach vier gespielten Play-Off-Löchern Bettina Hauert den Titel nach Deutschland brachte. Vier Play-Off-Löcher brauchte es auch 2012, um die Siegerin der 7. DBLSO zu ermitteln. Dreimal hatten Anja Monke, Caroline Masson und Charly Booth die 18. Spielbahn des Golf Gerre Losone in vier Schlägen bewältigt. Als Loch 18 zum fünften Mal – und zum vierten Mal im Stechen – an diesem sonnig-heissen Sommersonntag gespielt wurde, lagen alle drei Titelanwärterinnen mit zwei Schlägen auf dem Grün. Die langen Putts der beiden Deutschen Spielerinnen blieben zu kurz, Charly Booth dagegen lochte ihren 4-Meter-Putt zum Eagle ein.

Die Longhitterin aus Schottland, die in der kommenden Woche ihren 20. Geburtstag feiern wird, hatte auf dem Par-5-Schlussloch einen Driver und danach ein Eisen 5 ins Grün gespielt. Für die blonde Schottin wars eine perfekte Woche im Tessin. Mit ihrem Freund, PGA-Spieler Estanislao Goya, am Bag, spielte sie in Losone gross auf. Ein – selbst für Professionals – echter Glücktreffer gelang Booth bereits in der Auftaktrunde, als sie an Loch 11 ein Hole-in-One erzielte. Sie hatte den Ball mit einem Eisen 9 einen knappen Meter hinter die Fahne geschlagen, von dort rollte er mit Backspin ins Loch. Pech für die 19-Jährige, dass an diesem Par-3-Loch von keinem der Sponsoren ein Hole-in-One-Preis ausgesetzt war. Der Siegercheck über 78.500 Euro wird sie über dieses ‚Pech im Glück‘ hinwegtrösten.

Ein As am richtigen Loch glückte dafür der 29-jährigen Titiya Plucksataporn aus Thailand: Ihr Schlag mit dem Eisen 7 von Tee 2 landete am Sonntag direkt im Loch. Der Preis dafür: eine Omega DoubleEagle Mission Hills im Wert von 7100 Franken.

Droht das ‚Aus‘ für die Ladies Swiss Open 2013? Turnierdirektor Michael Hölz verbreitete Zuversicht: Die Frist, in der über die Zukunft des Turniers entschieden werden muss, wird um 60 Tage – bis Mitte August – verlängert. Welchen Stellenwert der drittgrösste Event der Ladies European Tour bei den Spielerinnen hat, geht aus den folgenden Statements der drei ‚Life Members‘ der LET hervor.

Laura Davies: ‚Die Ladies‘ Swiss Open gehört zu meinen absoluten Lieblingsturnieren auf der ganzen Tour.‘

Helen Alfredsson: ‚Hier in der Schweiz fliessen alle Werte der europäischen Kultur zusammen.‘ Für die Schwedin ist die Ladies’ Swiss Open das Turnier, das für Europa schlechthin steht.

Trish Johnson: ‚Direkt nach der British Open und der Evian Masters kommt das Schweizer Turnier. Es müsste mehr Turniere in dieser Art geben. So sieht die Zukunft der LET aus.‘

Mitte August wissen wir mehr!

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