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Martin Kaymer holt mit Start-Ziel Sieg das 2. Major bei US Open

Ein Major mit 8 Schlägen Vorsprung zu gewinnen, ist schon wie wenn beim  Championsleague Finale den Gegner mit 5.0 düpiert wird.
Ein Major mit 8 Schlägen Vorsprung zu gewinnen, ist  wie wenn beim Fussball-Championsleague Finale den Gegner mit 5.0 düpiert wird.

Martin Kaymer holt bei den 114. US Open seinen zweiten Major Titel und gewinnt mit einem Start Ziel Sieg völlig souverän die US Open 2014 in North Carolina. Kaymer dominerte von Runde 1 an Donnerstag die Schlagzeilen und das Leaderboard, nachdem er mit einer historischen Runde von nur 65 Schlägen die ersten beiden Runden am Donnerstag und Freitag absolvierte. Bis Sonntagabend gab er seinen Vorsprung nicht ein einziges Mal aus der Hand. Er gewinnt in Pinehurst mit satten acht Schlägen Vorsprung vor Rickie Fowler und Erik Compton.

Er gewinnt damit sein zweites Major. Das gelang bislang als einzigem Deutschen vor ihm nur Bernhard Langer mit zwei Siegen beim Masters in Augusta. Für den Sieg gibt es allerhand für Kaymer: zunächst ein Preisgeld von 1,44 Millionen Dollar, wertvolle Punkte im Ranking der offiziellen Weltrangliste und FedEx Cup und last but not least mit Sicherheit das Ryder Cup Ticket für Gleneagles 2014.

Finalrunde der US Open am Sonntag 

Martin Kaymer  spielte ein total fokussiertes Spiel und vor allem wie man ihn kennt, taktisch kluges Golf. An Loch 3 setzt er Statement  als er mit dem Driver beim 387 yards Loch, den Abschlag direkt aufs Grün platziert und ein Birdie spielt. Im Folgenden kamen zwar nicht alle Drives auf die Fairways, so dass der Rheinländer insgesamt drei Bogeys hinnehmen musste. Aber dennoch,  als ihm klar wurde, dass die Verfolger ihm nicht näher kommen, riskierte er nichts unnötiges und nahm schon mal ein Bogey in Kauf,  um nichts Schlimmeres eintragen zu müssen. 

Wie dominant Kaymer in dieser Woche unterwegs war, zeigen nicht nur die ersten beiden Runden mit einem 65er Score, auch in der  Schlussrunde  spielte er in seiner eigenen Liga, während Fowler und Compton nur eine 72 (+2) ins Clubhaus bringen spielte er eine 69,  trotz seinem ohnehin üppigem Vorsprung auf dem Leaderboard.

Um 01:40 Uhr deutscher Zeit fällt dann der Putt zum überlegenen Sieg bei 9 unter Par. Martin Kaymer feiert nach seinem PGA Championship Sieg im Jahr 2010 den zweiten Major Erfolg. zum Video:  Highlights Martin Kaymer US Open Zsfg. 

Bereits im Mai gewann Kaymer die Players Championship – das höchstdotierte Einzelevent im Golfsport und das inoffizielle 5. Major – am Muttertag, welchen er mit Tränen in den Augen danach den Sieg widmet. Beim Gewinn der US Open handelt es sich in USA um den amerikanischen Vatertag. Scheint so als sucht sich Kaymer für Seine Siege immer die besonderen Herausforderungen heraus.  Wir  hatten schon beim Gewinn der Players Championship im Mai geschrieben, dass Kaymer für die grossen Aufgaben im Golf bestimmt ist. Lesen Sie hier die  Karriere Highlights des Martin Kaymer

Marcel Siem landet auf Platz 12

Nicht nur Kaymer konnte in USA neue Fans gewinnen. Auch der Ratinger Marcel Siem,  zum ersten mal bei den US Open dabei, spielte sich mit einer Schlussrunde von Par (70 Schläge) auf Platz 12 und kassiert damit noch ein ordentliches Preisgeld.           

Abseits der Erwartungen

Rory McIlroy und Phil Mickelson konnten beim zweiten Major der Saison nicht ein einziges Mal ganz vorne mitspielen. McIlroy landet auf Rang 23, Phil Mickelson auf Rang 28. Der Weltranglistenerste Adam Scott landet auf Platz 9, sagte nach der Runde: „Ich spiele zur Zeit mein bestes Golf und bin auch zufrieden gewesen mit meinen Runden. Aber dies zeigt ganz einfach wie schwer es ist, am Ende eine US Open und ein Major zu gewinnen“.

Leaderboard U.S. Open, Pinehurst No.2

Das Leaderboard weisst immerhin nach  4 Runden zwei   deutsche Spieler aus – auch das gibt es ganz selten auf dem internationalen Parkett des grossen Golfs. 

US Open 2014, Finales Leaderbaord 
Player Country Round 1 Round 2 Round 3 Round 4 Total Score
Kaymer Ger 65 65 72 69 271
Compton US 72 68 67 72 279
Fowler US 70 70 67 72 279
Bradley US 69 69 76 67 281
D Johnson US 69 69 70 73 281
Day Aus 73 68 72 68 281
Koepka US 70 68 72 71 281
Stenson Swe 69 69 70 73 281
Scott Aus 73 67 73 69 282
Snedeker US 69 68 72 73 282
Walker US 70 72 71 69 282
Furyk US 73 70 73 67 283
Kuchar US 69 70 71 73 283
Na US 68 69 73 73 283
Rose Eng 72 69 70 72 283
Siem Ger 70 71 72 70 283

 

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