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Golf-Legende Arnold Palmer gestorben: Erste Stimmen von Obama, Woods und Trump

Pittsburgh (dpa) – Die US-Golf-Legende Arnold Palmer ist tot. Der siebenfache Major-Champion starb am Sonntag im Alter von 87 Jahren in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania, wie der US-Golfverband USGA mitteilte. ‚Wir sind tieftraurig über den Tod Arnold Palmers‘, twitterte der Verband. Mit Palmer, der von seinen Fans ‚King‘ genannt wurde, sei der ‚größte Botschafter‘ des Golfsports gestorben.

Golf-Legende Arnold Palmer ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Foto: Tannen Maury
Golf-Legende Arnold Palmer ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Foto: Tannen Maury

Golf-Star Tiger Woods bedankte sich über Twitter bei seinem Vorbild für ‚Freundschaft, Rat und viele Lacher‘. ‚Deine Menschenliebe und Bescheidenheit sind Teil deiner Legende.‘ Es sei schwer, sich den Golfsport ohne Palmer vorzustellen oder jemanden, der wichtiger für das Spiel ist als der ‚King‘, meinte Woods.

‚Danke für die Erinnerungen, Arnold‘, twitterte US-Präsident Barack Obama mit einem Bild, das ihn und Palmer im Weißen Haus zeigt. So außerordentlich der Golfer auf dem Platz gewesen sei, ’so großzügig war er zu anderen‘. Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump nannte Palmer einen ‚wahren Champion‘.

Der frühere US-Präsident Bill Clinton hat den gestorbenen Golf-Star Arnold Palmer als Gesicht und Herz des Sports für die erste Fernsehgeneration gewürdigt. ‚Wir haben ihn vor allem als den Außenseiter geliebt, der nie aufgab und von hinten aufholte, um noch zu gewinnen‘, erklärte Clinton, der 1993 erstmals selbst Golf mit Palmer spielte. ‚Ich habe es immer geliebt, auf und außerhalb des Platzes mit ihm zusammen zu sein.‘ Der Ex-Präsident lobte die Einstellung, die Freundlichkeit und Bescheidenheit von Palmer, die Millionen Fans zu Mitgliedern von ‚Arnie’s Armee‘ gemacht hätten.

Arnold Palmer – Ein Leben für Golf

Arnold Palmer begann seine Karriere in den 50er Jahren. Viermal gewann er das US Masters, zweimal die British Open. Auf der US-PGA-Tour spielte er von 1956 bis 1973 62 Siege und für damalige Verhältnisse sensationelle 1,9 Millionen US-Dollar Preisgeld ein. Der Sohn eines Golf-Trainers gehörte zu den 13 Erstmitgliedern der World Golf Hall of Fame bei deren Gründung 1974.

Gemeinsam mit anderen Stars wie Jack Nicklaus und Gary Player machte Palmer den Golfsport in den 1960er Jahren auch bei einem breiten Publikum populär. ‚Er hat das Spiel von einem Level auf ein höheres Level gehoben‘, schrieb Nicklaus zum Tod seines Freundes bei Twitter. «Er war der König unseres Sports und wird es immer sein.»

Palmer hatte sich Mitte der 1990er Jahre von den US und den British Open verabschiedet. Erst 2002 spielte er sein letztes US Masters. Auch außerhalb des Sports war er als Geschäftsmann sehr erfolgreich. Palmer befand sich nach einem Bericht der ‚Pittsburgh Post-Gazette‘ bereits seit vergangenem Donnerstag wegen einer Herzuntersuchung in einer Klinik. Er hinterlässt zwei erwachsene Töchter aus seiner ersten Ehe. Nach dem Tod seiner Frau hatte er 2005 ein weiteres Mal geheiratet. Seine zweite Frau brachte drei Kinder mit in die Ehe.

Arnold Palmer und Augusta

Im April konnte Palmer im Augusta National Golf Club nicht mehr gemeinsam mit Player (80) und Nicklaus (76) das Masters mit einem symbolischen Abschlag eröffnen. Für den «Ceremonial Tee Shot» fehlte der Golf-Legende die Kraft. Trotzdem ließ er es sich nicht nehmen, die Zeremonie auf einem Stuhl sitzend zu verfolgen – mit seinem typischen breiten Lächeln im Gesicht.

Arnold Palmer (geboren: 10. September 1929 – gestorben: 25. September 2016) Geburtsort: Latrobe/US-Bundesstaat Pennsylvania
Größte Erfolge:
7 Ryder-Cup-Siege mit dem Team USA
7 Major-Siege (US Masters 1958, 1960, 1962, 1964;
British Open 1961, 1962; US Open 1960)
62 Siege auf der US-PGA-Tour
Mitglied in der World Golf Hall of Fame

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