Freitag , September 21 2018
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Absagewelle im Golf

Absage-Welle im Golf: Golf-Legende Tiger Woods hat am Freitag seinen Verzicht auf die British Open Mitte Juli mitgeteilt. Nicht überraschend, denn wer tritt schon nach so langer Pause direkt bei einem Major an.  Der 40-Jährige Woods war im vergangen Jahr am Rücken operiert worden und ist noch immer nicht wieder komplett genesen.  Seit August 2015 hat Woods kein Golfturnier mehr bestritten, wer weiß schon,  ob wir ihn jemals wieder bei einem Major als Spieler sehen werden.  Immerhin beim Ryder Cup in Hazeltine ist er als Vize-Kapitän für das US-amerikanische Ryder-Cup-Team in diesem Jahr vorgesehen. Er sagte gegenüber der Presse „Ich würde gerne bei den British Open dabei sein, aber das kann ich nicht“, sagte Woods.

Woods sagt British Open ab, weitere Top Golfer verzichten auf RIO
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Quo Vadis Olympisches Golf ?

Weitere Golfabsagen betreffen derzeit die Teilnahme in Rio. Bereits 9 qualifizierte Golfer lassen vermeintlich wegen dem Zika-Virus die Sommerspiele in Rio sausen, nun verzichtet auch die erste Frau aus Furcht vor der Mücke. Bei den Männern haben bereits der Weltranglisten-Erste Jason Day aus Australien sowie Graeme McDowell, Rory McIlroy, Vijay Singh, Brendan Grace, Charl Schwartzel, Adam Scott und Marc Leishman abgesagt. Und auch der Weltranglistenzweite Jordan Spieth schließt eine Absage nicht aus: «Ist die Olympia-Teilnahme es wert, sich einer gesundheitlichen Bedrohung auszusetzen fragt er und gibt gleich die Antwort mit ? Nein!»

Als erste weibliche Profigolferin gibt die renommierte Südafrikanerin Lee-Anne Pace wegen des Zika-Virus den Verzicht auf die Teilnahme am olympischen Golfturnier von Rio de Janeiro bekannt. Die 35-Jährige ist neunfache Siegerin auf der European Tour die Nummer 38 der Weltrangliste. 2010 gewann sie das Ladies Swiss Open in Losone. «Nachdem ich mit meiner Familie alles abgewogen hatte, habe ich mich zur Absage entschlossen», sagte Pace.

Das Comeback von Golf bei Olympia wurde uns von den Golf Verantwortlichen landauf landab als die Wachstumswaffe auch für den deutschen Golfmarkt angepriesen. Wenn es so weiter geht dürfte den wohlklingenden Prophezeiungen die Luft ausgehen und der Bestand von Golf bei Olympischen Spielen   keinesfalls mehr als sicher gelten.

IOC droht schon jetzt der International Golf Federation (IGF) mit schnellem Ende

2017 wollen die IOC-Herren der Ringe über das künftige Sportarten-Portfolio entscheiden. Für den zuständigen Weltverband IGF, der sich vom Comeback viel medialen Rückenwind für seine Sportart versprochen hat, wird das Thema Olympia schon jetzt immer mehr zum Albtraum.

Auch andere Superstars wie der Basketballer LeBron James (USA) und Pau Gasol (Spanien) aus der nordamerikanischen Profiliga NBA oder die Tennis-Branchenführer Novak Djokovic (Serbien) und Serena Williams (USA) zeigten sich zuletzt alarmiert wegen Zika. Einen Startverzicht haben sie allerdings nicht erklärt.

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Rose ist der vierte Engländer, der das seit 1986 bestehende Ranking anführt. Die erste Nummer eins der Welt war Deutschlands Golf-Idol Bernhard Langer.

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