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Englands Atlantik-Links: Exklusiver Zusammenschluss von fünf Golfplätzen

Bereits im Sommer 2010 haben sich im Südwesten von England fünf exklusive Links-Golfcourse zu ‚England’s Atlantic Links‘ zusammen geschlossen. Wer vom 10. bis 17. Juli 2011 im Royal St. George’s Golf Club beim ältesten Golfturnier der Welt ‚The Open Championship‘ live dabei ist, könnte für eine privaten Golf-Marathon einen Abstecher zu Englands anspruchvollsten Golfplätzen machen: Burnham & Berrow in Somerset, Royal North Devon und Saunton in Devon, und St. Enodoc und Trevose in Cornwall. Zum Übernachten gibt es ein paar sehr europäische Hotels, u.a. ‚Cornwall St. Moritz Hotel & Spa‘ und jede Menge toller Restaurant-Tipps, wie z.B. das Fischrestaurant vom berühmten Chefkoch Rick Stein in Padstow (Cornwall) und für England ungewohnt: eine Vielzahl von ausgezeichneten Restaurants mit nicht nur einem Michelin-Stern.

Der Saunton-Golfcourse in Devon kam 2010 auf den 21. Platz im Golf World-Ranking ‚Top 100 Golfplätze in England‘

Ein perfektes Mikroklima ermöglicht den Greenkeepern, die Linkscourse in einem tadellosen Zustand von Janaur bis Dezember und im Wandel der Jahreszeiten zu halten. Fragt man einen englischen Golfer nach den ‚fünf Links‘, erfährt man sofort etwas über den großartigen Golf-Stammbaum.

DIE FÜNF ‚ATLANTIK LINKS‘-GOLFPLÄTZE:

Burnham & Berrow: Gegründet 1890, bleibt der Linkscourse Somerset Burnham & Berrow vor allem wegen seiner außergewöhnlichen Sandhügel jedem Spieler in Erinnerung. Im Laufe der Jahrzehnte wurde der Platz modernisiert, wurde weiter entwickelt, und trotzdem ist der Platz noch sehr ursprünglich, wie er einst vom Golfplatzarchitekten Harry Colt gebaut wurde. Der erste Golfpro des Clubs war kein geringerer als JH Taylor, welcher die British Open fünf Mal gewann. Er betitelte den Golfplatz als ‚einen der sportlichsten Golfplätze, welche man sich vorstellen kann!‘. Burnham & Berrow war Gastgeber einer Reihe von renommierten Amateur-Turniere, u.a. English Amateur Championship 2006.

Royal North: Er gilt als der älteste Linkscourse Englands, welcher sich seit 150 Jahren kaum verändert hat. Deshalb sollte jeder, welcher sich mit Golfgeschichte beschäftigt, auch den  Royal North Devon einmal gespielt haben. Man fühlt sich in die viktorianische Zeit zurück versetzt! Von den Engländern wird er auch gern ‚Westward Ho!‘ genannt und im Clubhaus findet man Golfgeschichte und Erinnerungsstücke, welche es mit dem ehrwürdigen Clubhaus von St. Andrews durchaus aufnehmen können. Golfprofi JH Taylor begann hier seine Laufbahn als Caddie, später war er hier sogar Clubpräsident.

Sauton: Die Küste weiter liegt im Schatten der riesigen Sanddünen von Braunton Burrows der Linkscourse Saunton. Als der Club 1893 eingeweiht wurde, war das Clubhaus auch gleichzeitig das örtliche Postamt. Heute zählen die beiden Championship-Golfplätze, Ost und West, zu den besten Linkscoursen der Welt. Nick Faldo, Englands erfolgreichster Golfer nach 1940 sagte einmal über den Ost-Course: ‚Wenn dieser Platz an der Küste von Lancashire oder Kent liegen würde, wäre auf ihm längst eine British Open ausgetragen worden.‘ Der West-Course steht ihm in nichts nach. 1997 gewann hier der 17-jährige Sergio Garcia die ‚Britische Boys Championship‘, nur zwei Jahre vor er seinen Ryder-Cup-Debüt.

Blick vom 5. Grün auf das 6. Grün und zum weltbekannten Himalaya-Bunker vom St. Enodoc-Linkscourse

St. Enodoc: Cornwall’s St. Enodoc ist ein weiterer Linkcourse, welchen man, hat man ihn einmal gespielt, nie vergessen wird. 1890 von James Braid gegründet und konzipiert, hat jedes Loch eine fantastische Kulisse. Zwischen Dünen eingebettet hat man immer wieder atemberaubende Blicke auf den Atlantik und auf die Mündung des Flusses Camel. Der ‚Church Course‘, welcher seinen Namen der normannischen Kirche auf dem Gelände verdankt, ist durch den ‚Himalaya Bunker‘ weltberühmt, welcher der höchste Bunker in Europa ist. In den vergangenen vier Jahren wurde der Golfclub saniert, u.a. wurden neue Grüns und Abschlagsplätze angelegt.

Trevose Golf & Country Club: Auf der anderen Seite des Flusses Camel und des majestätischen, in den Atlantik hineinragenden ‚Trevose Head‘ wurde dieser Linkscourse angelegt. 2008 fand hier die berühmte englische Amateur Zählspiel-Meisterschaft (Brabazon Trophy) statt, welche es seit 1947 in England gibt. Wie bei allen Linkscoursen wird das Spiel von den Wetterbedingungen beeinflusst. Bei Windstille bietet der 6973-Meter-Championship Course gute Par-Chancen, vor allem bei 3 Par 5-Löchern. Doch wenn der Wind kräftig bläst könnte sogar ein Driver bei einem Par 3 nicht ausreichen, dass Grün zu treffen.

Wer nicht nur Golfen will, findet in Englands Südwesten genug Attraktionen, um einen Urlaub abwechslungsreich zu gestalten. Darunter sehenswerte Küstenstädte wie Ilfracombe in North Devon, Wadebridge oder Fischerdörfer wie Port Isaac, Rock und Padstow. In den letzten Jahren jat sich auch die Hotellerie dem internationalen Standard angepasst und  Woodlands Country House Hotel, wunderschön restaurierte Herrenhäusern wie dem Bath Spa Hotel oder moderne Hotels wie Saunton Sands und Cornwall St. Moritz Hotel & Spa mit ‚Bed-and-Breakfast-Angebot‘ sind zu empfehlen.

Auf dem ‚Atlantic Highway‘ erreicht man schnell die internationalen Flughäfen Birmingham, Bristol, Exeter und Newquay. Mehr Informationen unter www.atlantic-links.co.uk.

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