Donnerstag , April 18 2019
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Bernhard Langer im Augusta Masters Stress? Interview mit dem Golf-Routinier

Kurz vor dem Augusta Masters als erstes von vier Major-Turieren stürzt sich die gesamte Medienlandschaft immer auf Bernhard Langer. Der NDR zeigte den Profigolfer sogar in einer Reportage vergangene Woche mit ‚freien Oberkörper‘. Warum Langer die Etikette auf den Golfplatz verletzte? ‚Ich wusste das Golf nicht nur ein Spaziergang ist, sondern das dazu ein bisschen mehr gehört. Golf hat ja das Vorurteil, es wäre nur etwas für ältere Herren und da sagten wir uns, jetzt zeigen wir mal, welche viele Muskeln zum Einsatz kommen und was der Körper wirklich tun muss!‘ Vor 42 Jahren begann er mit dem Golfsport und 33 Jahre ist er nun jetzt jedes Jahr im Augusta National Golf Club dabei. Wie sich der Platz verändert hat und ob er wie beim ersten Abschlag noch Lampenfieber hat, verrät er im Interview!

Sind Sie noch nervös vor dem ersten Masters im Jahr?

Bernhard Langer: ‚Ja ein bisschen nervös sind glaub ich alle auf dem ersten Abschlag. Und das ist auch gut so, denn man ist einfach besser konzentriert, als wenn man so leger durch die Gegend geht. Und somit hilft das sicherlich, aber, wenn man zu nervös ist, wo alles wackelt und man zittert mehr oder weniger und kann kaum atmen, dass ist dann eher negativ und wäre nicht gut aber nach 33 Jahren ist es doch schon ein bisschen Gewohnheit und somit glaube ich, dass ich ganz gut damit zurechtkomme.’

Liegt Ihnen der Masters-Golfplatz ‚Augusta National Golf Club’?

Bernhard Langer: ‚Ja, die letzten Jahre waren mehr oder weniger die gleichen von der Taktik her, aber die ersten Jahre musste ich mich schon erstmal daran gewöhnen, den Platz richtig kennen zu lernen und oft aus schlechter Erfahrung oder negativer Erfahrung, den Platz kennen zu lernen, wo ich dann Bogeys oder Doppelbogeys gemacht habe, weil ich einfach den falschen Schläger genommen habe oder die falsche Entscheidung getroffen habe. Außerdem wurden ja viele Veränderungen vorgenommen über die Jahre auf dem Golfplatz. Er ist jetzt wesentlichen länger. Er ist mir mehr Rough und viel mehr, glaub die haben 5.000 Bäume gepflanzt, also ist es wesentlich enger geworden. Früher waren es die breitesten Fairway auf der ganzen Welt mehr oder weniger. Inzwischen ist es ein Golfplatz, wo man auch gut abschlagen muss und somit hat sich ein bisschen was verändert, aber die Greens sind gleichgeblieben und daher muss man versuchen den Ball unterhalb des Lochs zu platzieren um eben einen einfacheren Putt zu haben.’

Was ist Ihr Erfolgs- bzw. Trainingsgeheimnis, denn sie zählen seit über 30 Jahren zur Weltelite im Golfsport?
 
Bernhard Langer: ‚Um solang gut zu spielen braucht man viele Dinge: Zum einen muss man gesund sein, relativ fit. Ich würde jedem empfehlen auch zu dehnen, denn wenn man älter wird, dann wird man bisschen steifer. Wenn man steif ist, dreht man nicht mehr so gut und dann hebt man die Arme und macht Ausgleichsbewegungen. Zum anderen beim Golf muss man technisch besser werden und dies kann man natürlich am besten, wenn die fundamentalen Dinge richtig gemacht werden. Wie man den Schläger greift, wie man am Ball steht, ob man gut zielt, die Ballposition. Solche Dinge. Also wenn die fundamentalen Dinge richtig sind, dann hat man eine Chance, einen guten Schlag zu machen und damit einen guten Schwung zu machen.’

Wer wird das erste Masters im Jahr 2016 ihrer Meinung nach gewinnen?

Bernhard Langer:  ‚Tja wenn man so zurück schaut die letzten paar Jahre, Bubba Watson hat zwei von den letzten drei Masters gewonnen, also er ist sicher ein Tipp. Er ist auch einer der längsten und die anderen die gerade in Hochform sind: Jason Day, Adam Scott, vielleicht Jordan Speed und zwei drei andere sicher noch, wenn nicht dreißig oder vierzig. Aber das sind so die ersten drei oder vier die mir in den Kopf kommen.

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