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Links-Golf: Die ursprüngliche Art des Spiels

Carnoustie (dpa) – Harte Fairways, tiefe Sandbunker, hohes Dünengras, dichtes Ginstergestrüpp und dazu stürmischer Wind – Golf auf den Küstenplätzen der Britischen Inseln wird auch für Stars wie Martin Kaymer oft zum Glücksspiel. Links-Golf kurz erklärt!

British Open auf einem echten Links-Golf Course
Rory McIlroy beim Training auf dem Carnoustie Golf Links. Foto: Peter Morrison/AP

Die sogenannten Links-Kurse unterscheiden sich stark von herkömmlichen Plätzen und haben rein gar nichts mit links und rechts zu tun. Links-Golf wird auf so genanntem Links-Land gespielt. Das sind Plätze, die häufig in Dünenlandschaften liegen und den ursprünglichen Anlagen nachempfunden sind, auf denen der Golfsport dereinst begonnen hatte.

Links-Golf ist die ursprünglichste Art des Golfspielens

Der diesjährige Austragungsort der 147. British Open, Carnoustie Golf Links, ist ein Paradebeispiel für die ursprüngliche Art des Golfspielens. «Carnoustie gehört für mich zu den besten Linksplätzen und ich fühle mich hier sehr wohl», sagt Deutschlands Top-Golfer Kaymer. «Der Platz ist gerade bei Wind extrem schwer und bietet sehr viele verschiedene Schlagvariationen. Man muss hier nachdenken, um den Ball dorthin zu bekommen, wo er liegen bleiben soll.»

Da das sogenannte Links-Land direkt am Meer wegen des salzhaltigen Sandbodens meistens unbrauchbar für Ackerbau und Viehzucht war, wurden auf ihm oft Golfplätze angelegt. Bis heute haben sie ihre raue Charakteristik bewahrt. Die meisten Links-Plätze gibt es auf den Britischen Inseln – der berühmteste ist der Old Course im schottischen St. Andrews. Aber auch an der deutschen Nordseeküste – auf Sylt und Norderney sowie in St. Peter-Ording – kann echtes Links-Golf gespielt werden.

Die Profis müssen ihr Spiel den Links-Kursen anpassen – hier ist Strategie gefragt. Gerade bei den langen Abschlägen braucht der Spieler aber auch Glück, damit der Ball auf den im Sommer extrem harten und welligen Spielbahnen und Grüns bleibt und nicht im hohen Gras verschwindet oder in einen der vielen tiefen Sandbunker springt. Auch der oft böige Wind muss richtig eingeschätzt werden. Daher bevorzugen es die Profis, die Bälle flach zu spielen, damit der Wind die Flugbahn des Balles nicht so stark beeinflussen kann.

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