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Golfregeln bald neu

St. Andrews und die Golfregeln (dpa) – Der Golfsport steht vom Jahr 2019 an vor umfassenden Regeländerungen. In einem gemeinsamen Papier veröffentlichten die obersten Regelhüter der Golf-Organisation R&A und des nordamerikanischen Golfverbandes USGA am Mittwoch eine Liste von Vorschlägen, die das Spiel künftig auch für Laien verständlicher und insgesamt fairer machen sollen. Und weil für uns die Golfregeln so wichtig sind wie das Equipment, haben wir diesen Artikel auch gleich in die Equipment-Kategorie gesetzt!

Golfregeln endlich mal wieder auf dem Prüfstand!
Golfregeln endlich mal wieder auf dem Prüfstand!

So sollen Schläge beispielsweise schneller ausgeführt werden, auch die Suchzeit für verloren gegangene Bälle soll erheblich reduziert werden (5 auf 3 Minuten!). Obendrein planen die Regelhüter, die Anzahl der Regeln von zurzeit 34 auf 24 zu senken. Die Reduktion von Golfregeln finden wir am besten!

Der 14-malige Majorsieger Tiger Woods aus den USA lobte die ausgearbeiteten Ideen als «großartige Arbeit». Auch der Deutsche Golf Verband (DGV) zeigte sich zufrieden. Wenn sich Golf künftig als attraktive Freizeit-Sportart präsentieren wolle, sei «ein moderneres Regelwerk unabdingbar», sagte Vorstandsmitglied Alexander Klose. «Es ist tatsächlich Zeit für eine grundlegende Regelrevision.»

Geschichte der Golfregeln

Eine vergleichbare Regelanpassung liegt nach Angaben des DGV mehr als 30 Jahre zurück. Bis Anfang 2018 sollen endgültige Regeltexte von den Regelhütern verabschiedet werden. Gültigkeit erlangen sollen sie dann von Januar 2019 an, was natürlich noch lange hin ist. Normalerweise werden die Golfregeln alle vier Jahre überarbeitet und überdacht. Der Deutsche Golfverband (DGV) übersetzt dann dieses Regelwerk. Die aktuellen Regeln kann man sich auf der Website des Deutschen Golfverbandes downloaden! Mehr zum Thema!

Diesen Golfregeln geht es an den Kragen

Neben vielen weiteren Anpassungen wird die Suchzeit für einen Ball von fünf auf drei Minuten verkürzt. Außerdem wird die Empfehlung ausgesprochen, dass jeder Schlag nicht mehr als 40 Sekunden dauern und üblicherweise noch schneller ausgeführt werden soll. Außerdem soll das Schlagen außerhalb der Reihenfolge im Zählspiel (Ready Golf) gefördert werden. Darüber hinaus wird eine alternative Form des Zählspiels angeboten. Bei dieser wird durch die Spielleitung eine maximale Begrenzung für ein zu notierendes Ergebnis je Loch festgelegt. Ab 2019 muss auch die Fahne bei einem Schlag auf dem Grün nicht mehr bedient werden.

Das Fallenlassen des Balles (Droppen) muss nicht mehr aus Schulter- sondern kann aus beliebiger Höhe erfolgen. Es wird für Spielleitungen die Möglichkeit geschaffen, frei wählbare Flächen als Hindernisse mit roten Pfählen zu kennzeichnen.

Viele Verhaltensweisen, die dem Charakter des Spiels nicht widersprechen, sind künftig straflos, so z. B. das versehentliche Bewegen eines Balls durch den Spieler bei der Suche, das versehentliche Treffen des Spielers, seiner Ausrüstung oder seines Caddies mit dem Ball oder das Bewegen oder Berühren von Gegenständen wie Blättern, Steinen und Stöcken im Hindernis mit der Hand oder dem Schläger. Auch Entfernungsmessgeräte sind ab 2019 grundsätzlich erlaubt, es sei denn, sie sind durch die Platzregel verboten (Umkehrung der aktuellen Regelung).

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