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Golfschläger – die Eisen

Welcher Golfschläger ist der richtige ? Grundsätzlich gibt es drei Typen von Eisen: Blades, Cavity-Back und Hybrid Eisen.

Bevor wir uns der Frage zuwenden, welche Eisen zum welchem Spieler passen, ein paar technische Bemerkungen. Auch wenn sich die Eisen von heute und ihre Vorgänger optisch gar nicht so sehr voneinander unterscheiden – in den modernen Schlägern steckt sehr sehr viel mehr Technologie. Fehlertoleranz heisst das Zauberwort mit dem alle grossen Schlägermarken ihre neuen Produkte anpreisen. Gemeint ist damit die Eigenschaft, dass ein Schläger auch einen nicht optimal getroffenen Ball noch ganz passabel fliegen lässt. In der Tat, die heutigen Eisen – ausgenommen die klassischen Blades – sind Game Improvement Schläger. Die breiten Sohlen sorgen für einen tiefliegenden Schwerpunkt, was wiederum zur Folge hat, dass man den Ball ohne grosse Schwierigkeiten zum Steigen bringen kann. Um dies zu unterstützen werden oft zusätzliche Gewichteinsätze verwendet. Die periphere Gewichtsverteilung sorgt bei nicht optimal getroffenen Bällen für einen geraderen Ballflug. Die immer dünneren Schlagflächen erlauben es den Herstellern, grössere Schlägerköpfe zu bauen. Das wiederum führt erneut zu mehr Fehlertoleranz.

Früher wurden die Eisensets meistens mitsamt den für viele Golfer schwer zu spielenden langen Eisen (2,3,4) verkauft. Heute gehts einfacher – mit Hybridschlägern anstelle der langen Eisen. Um das zukünftige Eisen- eventuell sogar Eisen- Hybrid Set optimal zusammen zustellen, ist eine Beratung zu empfehlen oder alternativ der Besuch von Demotagen, sofern man bereits die Platzreife hat und das Grundwerkzeug eines Golfschlages beherscht.

Im folgenden unser Golf Schläger Lexikon, welches für Sie mehr Klarheit und Verständlichkeit in den Schläger „Dschungel“ bringt. Die 3 Eisen Typen:

Cavity Eisen:
Diese Gruppe der Eisen haben einen grossen Schlägerkopf mit einer breiten Sohle. Das Gewicht wird möglichst stark an den Schlägerrand verteilt. Viele Cavity – Back Eisen haben auch relativ viel Offset. Sie haben eine grosse Fehlertoleranz und sorgen damit bei den Spielern für Vertrauen. Der Ball lässt sich leichter treffen, gewinnt leichter an Höhe, vermittelt aber weniger Gefühl. Cavity Back Eisen sind für die grosse Gruppe von HobbyGolfer(innen) geeignet. Aber auch sehr gute Spieler können daran noch Spass haben, wenn für sie Komfort wichtiger ist als die Möglichkeit den Ball „zu bearbeiten“. Einige Beispiele für Cavity Back Eisen: Callaway X22, Callaway Big Bertha, King Cobra SZ, Nike VR, Ping Rapture V2, Mizuno MX200, Srixon WR, Titleist AP, Taylormade Burner.

Blades:
Diese Eisensieht man am ehesten bei Spitzengolfern. Der Schlägerkopf ist relativ klein, das meiste Gewichtist hinten am Schlägerkopf platziert. Eine schmale Oberkannte und Sohle vermitteln einen optisch schönen eleganten Eindruck. Aus der Gewichtsverteilung resultiert eine flachere Flugbahn und weniger Fehlertoleranz. Wer mit einem Blade den Ball schlecht trifft, spürt ei hartes unangenehmes Feedback. Diese Schläger sind daher für hohe Handicaper > 24 absolut ungeeignet und selbst für Single Handicapper sind sie nicht immer die optimale Lösung. Wer wenig trainieren will oder kann, sollte die Finger davon lassen. Einige Beispiele für Blades: Mizuno MP68, Cleveland CG Tour, Wilson FG 59, Taylormade TP Forged, Callaway X-Forged, Callaway X-22 Tour, Ben Hogan Apex Blade.

Hybrid Eisen:
Hybid Eisen sind Schläger, welche die Kontrolle und Genauigkeit von Eisen bieten, kombiniert mit der Fehlertoleranz, Weite und Flexibilität von Hybriden. Der tiefe Schwerpunkt hilft, den Ball schnell und einfach in die Luft zu bekommen, die breite Sohle sorgt für Bodenkontakt.

Zu den Eisen zählt man:

* lange Eisen für weite Schläge (Eisen 1-3)
* mittlere Eisen für mittelweite Schläge (Eisen 4-6)
* kurze Eisen für relativ kurze Schläge (Eisen 7-9)
* Pitching-Wedge (PW) für Annäherungsschläge zur Fahne
* Sand-Wedge (SW) für Schläge aus dem Bunker
* Lob-Wedge (LW) für extrem kurze Schläge mit einer hohen Flugbahn

Die Schäfte der Eisen bestehen entweder aus Stahl oder Graphit.
Stahlschäfte
Golfschläger mit Stahlschäften sind meist deutlich schwerer als Schläger mit Graphitschäften.
Ein Nachteil von Stahlschäften ist, dass ein schlechter Schlag für die Gelenke teilweise recht schmerzhaft sein kann, da der Schläger kaum Vibrationen absorbiert.
Vor allem jüngere und athletische Golfer greifen häufig zu Eisen mit Stahlschäften.

Graphitschäfte
Graphit ist ein sehr leichtes Material und sorgt beim Schwung für eine hohe Geschwindigkeit des Schlägerkopfes. Deshalb können mit Graphitschäften größere Weiten erzielt werden. Außerdem werden hier die unangenehmen Vibrationen bei Bodentreffern sowie bei nicht exakt getroffenen Schlägen deutlich besser absorbiert als bei Golfschlägern mit Stahlschäften.

Um für die Geschwindigkeit, die ein Spieler beim Schwung erzielt, eine möglichst optimale Umsetzung zu erreichen, gibt es Graphitschäfte in verschiedenen Steifigkeiten (Flex).
Hier unterscheidet man:

* L-Flex für Damen
* A-Flex für langsam schwingende Herren und große Damen
* R-Flex für durchschnittlich spielende Herren
* MS-Flex für sportlich ambitionierte Herren
* S-Flex für sehr schnell schwingende Herren
* XS-Flex für sehr große und schnell schwingende Herren

Schläger Fachbegriffe für Laien:
MOI: MOI steht für Moment of Inertia und bedeutet soviel wie Trägheitsmoment.
Kickpoint: Dieser Punkt des Schaftes bestimmt die Flugbahn. Ein tief liegender Kickpoint bringt eine hohe Flugbahn und umgekehrt. Weichere Schäfte mit tiefer liegenden Kickpoints verhelfen Anfängern und höheren Handicappern zu mehr Spass am Spiel.
Offset: Damit wird eine zum Schaft leicht zurückversetzte Schlagfläche bezeichnet. Sie wird in der Regel für Anfänger empfohlen. Der Offset Schläger erleichtert es, im Treffmoment die Hände vor den Ball zu bekommen. Hilft auch Spielern mit chronischem Slice und geringem Schwungtempo. Wird daher sehr häufig auch bei Senioren eingesetzt.
Bounce: Der Winkel vom tiefsten Punkt der Sohle zur vorderen unteren Kante der Schlagfläche.
Lie: Das ist der Winkel, in dem der Schaft am Schlägerkopf befestigt ist. Bei aufgesetzem Schlägerkopf ist es der Anstellwinkel des Schaftes. Er steht in direktem Zusammenhang zur Ansprechposition und der Schwungebene des Golfers.

Ach ja zum Schluß: Ein Satz Golfschläger darf – entsprechend den Regeln des“ Royal and Ancient Golf Club St. Andrews“ – maximal 14 Schläger umfassen, d.h. so viele Schläger dürfen Sie auf einer Runde im Bag dabei haben, ansonsten droht Disqualifikation.

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