Golf-Lexikon
Jegliche Golf-Fachbegriffe, welche auf dieser Seite stehen, sollten Sie sich gut einprägen!
Erstens für Ihre Sicherheit auf dem Golfplatz und zweitens, weil Sie im Gespräch oder auf der Runde immer mit Fachwissen brillieren!
Albatros
Ein Score von drei unter Par an einem Loch.
Abschlag
Jedes Loch beginnt mit einem Abschlag (englisch: Tee), welcher durch eine entsprechende Rasenfläche gekennzeichnet ist. Professionals, Männer, Damen und Senioren schlagen von unterschiedlichen Abschlägen ab. Diese sind je nach Golfplatz durch unterschiedliche Farben markiert: weiß (Pro), gelb (Herren), rot (Damen) oder orange (Senioren).
Ballmarker
Die einen verwenden eine Münze, manch anderer nimmt den Marker von seinem Golf-Handschuh, um diesen hinter dem Golfball auf dem Grün zu platzieren, damit man den Ball zum Säubern aufnehmen darf.
Birdie
Wer ein “Birdie” gespielt hat, war ein Schlag unter Par. Nach Stableford gezählt, erhält man je nach Loch-Vorgabe mindestens 4 Punkte.
Bogey
Wer mit einem Schlag über Par einlocht, hat ein “Bogey” gespielt. Dies entspricht meistens einem Handicap von 18.
Bunker
Wer von einem “Bunker” spricht, meint ein künstlich angelegtes Sand-Hindernis. Mea Culpa – manchmal sind diese Sandhindernisse auch nicht künstlich angelegt.
Chip
Ein kurzer, hoher Schlag, welchen man wählt, wenn man in der Nähe vom Grün “liegt”.
Chip in
Ein Meisterschlag, welcher bei den Profis häufiger zu sehen ist. Es handelt sich um einen eingelochten Chip.
CSA-Wert (Competition Stableford Adjustment)
System mit welchem abweichende Spielbedingungen je nach Spielrdurchschnitt bei der Berechnung des Ergebnisses ausgeglichen werden. So kann es Ihnen passieren, daß Ihre berechnete Netto-Punkt-Zahl sich nach der Scorekarten-Auswertung noch einmal nach unten oder auch nach oben ändert.
Course Rating
Jeder Golfplatz hat einen anderen Schwierigkeitgrad und deshalb dient das “Course Rating” zur Bewertung des Golfplatzes. Aus diesem Course Rating ergibt sich ein CR-Wert, welcher die Schlagzahl angibt, welcher ein Golfer mit Handicap 0 durchschnittlich auf dem Golfplatz benötigt.
Cut
Bei Profi-Golfturnieren werden die ersten beiden Runden mit allen Teilnehmern ausgespielt, um die Anzahl der Spieler für die letzten beiden Runden zu bestimmen. Manchmal steht vor dem Turnier die magische Teilnehmerzahl schon fest, manchmal wird sie erst nach den beiden ersten Tagen festgelegt. Also wenn 150 Profigolfer an den Start gehen, schaffen nur müssen 80 nach den beiden magischen Tagen das Fairway verlassen. Der Cut beschreibt die maximale Anzahl der Schläge, die ein Turnierteilnehmer nach den ersten beiden Turnierrunden haben darf, um bei den letzten beiden Turnierrunden noch dabei sein zu dürfen. Bei Amateurturnieren, wie den Clubmeisterschaften, setzen die Vereine die Anzahl der Turnierrunden und die Anzahl der Spieler für den Cut selbst fest.
DGV
Deutscher Golf Verband
Divot
Sind Rasenstücke, welche bei einem Golfschlag aus dem Boden geschlagen werden. Die Regel verlangt, daß man sein Divot aufhebt und wieder dort zurück legt und festtritt, wo man es rausgeschlagen hat. Je nach Richtung der Divot-Flugbahn kann man Rückschlüsse auf die technische Korrektheit des Schlages ziehen.
Doppelbogey
Ein Score von zwei über Par an einem Loch.
Dogleg
Hundebein artiger Knick bei Par 4 oder Par 5 nach rechts oder links zwischen dem Abschlag und dem Grün.
Driver
Der Driver ist das Holz 1 und der Schläger mit dem längsten Schaft. Er wird ausschließlich beim Abschlag ab Par 4-Löchern verwendet.
Driving Range
Übungswiese zum Üben oder Aufwärmen vor einer Runde, um das Gefühl für den Schwung zu bekommen. Viele gehen aber auch nach einer Runde auf die Driving-Range, um die Schläge zu üben, welche auf der Runde nicht geklappt haben.
Eagle
Ein Score von zwei unter Par an einem Loch.
Ehre
Das Privileg, zuerst abschlagen zu dürfen, gewöhnlich der Spieler der am letzten Loch das beste Ergebnis erzielte. Dies gilt natürlich nur für die Spieler, welche den gleichen Abschlag benutzen. Bei Männern “gelb” markiert, bei Frauen “blau” oder “rot”.
Eisen
Jeder Golfer spielt mit einem kompletten Schlägersatz von 1 bis 9 plus Pitching Wedge und Sandwedge (für Bunkerschläge). Die Eisen unterscheiden sich durch die Länge ihrer Schäfte und dessen Neigung zur Schlagfläche, was man Loft nennt. Den geringsten Loft haben die langen Eisen, deshalb kommt man mit ihnen auch sehr weit. Sand- und Pitching-Wedge haben den größten Loft und deshalb kann man mit ihnen hoch, aber nicht so weit schlagen. Maximal 14 sind im Golfbag erlaubt.
Fairway
Ist die jeweilige Spielbahn der jeweils 9, 18, 27 oder 36 Löcher eines Golfplatzes zwischen Abschlag und Grün. In der Hauptsaison wird diese Rasenfläche meistens täglich kurz getrimmt.
Flight
Gruppe von Spielern, welche gemeinsam auf die Runde gehen. Im Maximalfall vier Personen.
Fore
International gebräuchlicher Warnruf, um andere Golfer auf fehlgeschlagene Bälle aufmerksam zu machen. Also wenn Sie einen Ball auf das andere Fairway schlagen, müssen Sie sofort “Fore” rufen!
Grand Slam
Im Golf setzt sich der Grand Slam aus dem Gewinn der vier wichtigsten Turniere (Majors) in einem Kalenderjahr zusammen. Derzeit handelt es sich dabei um das Masters-Turnier in den USA (Augusta, Georgia), die Open Championship (Großbritannien), die US Open sowie die PGA Championship (beide in den USA).
Grün
Das “Grün” ist immer der krönende Abschluß eines Golfloches und hier zeigt es sich, wie gut man putten kann. Unbedingt den Ball aufnehmen, wenn man ihn vorher markiert, um ihn zu säubern und optimal auf das Loch auszurichten. Je nach Golfplatz werden die Löcher täglich oder bei Turnieren versetzt. In der Regel sollten Sie es sich zum Prinzip machen, daß Sie nicht mehr als zwei Putts brauchen. Und vergessen Sie nicht, die Pitchmarken auszubessern.
Greenfee
Ist die Spielgebühr, welche man für das Spielen auf dem Golfplatz zahlen muß. Sollte ein Unfall passieren, ist man über diese Spielgebühr auch versichert. Man kann für 9- oder 18-Löcher die Greenfree entrichten.
Handicap
Damit bezeichnet man seine Spielstärke und darus wird das Handicap berechnet. In Deutschland beginnt man mit 54 und spielt sich dann runter. In Italien macht man zum Beispiel mit 36 die Platzreife. Das Handicap wird auch als “Stammvorgabe” bezeichnet. Gebräuchliche Abkürzung: HCP.
Hole-in-One
Ein Schlag vom Abschlag bis zum Loch ist so selten, daß BMW während der BMW Open immer ein Auto an den Spieler verschenkt, der dieses Phänomen schafft. Viele Golfclubs haben die schöne Tradition, daß sie “Hole-in-One”-Spieler auf einer Tafel verewigen, kommt dieser Schlag doch so selten vor. Manch einer sagt auch “Ass” dazu.
Holz
Alle Hölzer sind die Schläger mit größeren Schlägerköpfen, welche früher aus Holz hergestellt wurden. Holz 1, der Driver wird nur für den Abschlag aus dem Bag geholt.
Hook
Die Flugbahn des Balls hat eine starke Links-Kurve und landet damit links vom angepeilten Ziel. Bei Linkshänder (Lefties) hat der Ball eine entsprechende Rechts-Kurve und landet rechts vom Ziel. Schuld daran ist ein abgebeugtes Handgelenk.
Loch
Auf 18 Spielbahnen findet man 18 Löcher, welche einen Durchmesser von viereinviertel Inches (107,9 mm) haben und vier Inches (101,6 mm) tief sind. Hier puttet oder schlägt man bei einem “Hole-in-One” den Ball hinein. Dass es 18 Löcher sind, legte man 1764 in St. Andrews fest. Mittlerweile gibt es aber auch 9-Loch-Turniere, wo man für die Handicap-ERmittling dem Spieler 18 Nettopunkte schenkt.
Mitgliedschaft
Nach der DGV-Platzreife müssen Sie sich überlegen, wo Sie Mitglied werden, damit auch Ihr DGV-Ausweis und damit Ihr Handicap ordnungsgemäß verwaltet werden. Die exklusivste Form der Mitgliedschaft ist natürlich die Zugehörigkeit zu einem Golfplatz. Hier kauft man sich über eine Jahresspielgebühr ein. Neben der Mitglieschaft im Club ist die Vereinigung clubfreier Golfer (VcG) für den Anfänger die klaschische Variante. Die Mitgliedschaft in der VcG ist eine preisgünstige Möglichkeit, um in den Golfsport einzusteigen. Einige Golfplätze bieten aber auch Fernmitgliedschaften zu einem akzeptablen Preis an. Sie müssen für sich kalkulieren, wie oft Sie auf den Golfplatz gehen und inwieweit sich die entsprechende Mitgliedschaft für sie lohnt.
Mulligan
Wer den straflosen Wiederholungsschlag nach einem mißglückten Abschlag eingeführt hat, ist unklar. Nach offiziellen Regelngibt es einen “Mulligan” auch nicht. Bei privaten Runden – besonders unter Männern – wird er oft angewendet.
N.A.L.G.
Trotz englisch “National Association of Lefthanded Golfers” ist die Vereinigung für Linkshänder-Golfer bereits 1999 in Krefeld als deutscher Verband für “Lefties” gegründet worden. In Anlehnung an den Linkshänder-Weltverband W.A.L.G. (World Association Lefthanded Golfers) richtet die N.A.L.G. Germany e.V. die Nationalen Linkshänder-Golfmeisterschaften aus. 2009 fanden die 10. Meisterschaften in Halle in Ostwestfalen statt. Zum Reglement: Für die Linkshänder-Golf-Meisterschaften gibt es keine Qualifikationen oder Vorgaben und die Wertungen sind nicht nach Geschlecht oder Alter getrennt.
Nettoscore
Der Score nach Abzug des Handicaps.
Ninetheenth hole
Bezeichnet die Clubhaus-Bar. Fallen Sie nicht darauf rein. Ein Golfplatz hat 18. Löcher. Bei 27 oder mehr fängt es nach dem 18. wieder bei 1. an. Das 19. ist das Clubhaus!
Par
Ist die Einheit, welche für ein Loch festgelegt wurde und nach welchen sich dann der Golfplatz berechnet. Zum Beispiel muss man bei einem Par-3 mit 3 Schlägen im Loch sein, um Par zu spielen. Je nach Ergebnis errechnen sich die jeweiligen Brutto- und Nettopunkte. Zum Beispiel sollte ein Par 3 von einem Profi (Scratch Golfer) mit 3 Schlägen absolviert werden.
Pitchmarke
Je nach Ball-Flugbahn hinterlässt der Golfball meistens ein kleines Loch im Grün, welches man Pitchmarke nennt. Mit einer Pitch-Gabel, welche man immer in der Hosentasche mit sich führen sollte, bessert man diese Marke aus.
PGA
Professional Golfers Association (Dachverband der Golfprofis)
Pro oder Proette
Ist die Abkürzung für einen Berufsspieler (Playing Pro) bzw. Golflehrer (Teaching Pro), welcher als “Professional” bezeichnet wird.
Putter
Ist der Schläger, um den Ball auf dem “Green” ins Loch zu putten.
Rough
Wer im Rough landet, sucht erst einmal seinen Golfball, denn je nach Golfplatz ist das Rough dicht und hoch bewachsen. Wer seinen Ball gefunden hat, sollte überlegen, ob er seinen Ball mit Strafschlag besser legt.
Ryder Cup
Mannschaftswettspiel zwischen einem jeweils zwölfköpfigen Team aus Europa und USA.
Score
Ist die Zahl der Schläge, welche man an einem Loch braucht. Der Gesamtscore ist das Ergebnis nach dem Spiel, welches aus der Scorekarte ersichtlich wird, welche man akurat nach jedem Loch ausfüllt, sozusagen die Addition der 18 Einzelscores oder je nach Turnier der 9 Einzelscores plus 18 “geschenkte” Punkte.
Scorekarte
Ist die Zählkarte, auf welcher man alle wichtigen Angaben zu jedem Loch, wie Länge, Par, Handicap-Schwierigkeitsgrad, entnehmen kann und auf welcher man seine Ergebnisse einträgt. Im Turnier ist man meistens der Zähler eines Flightpartners und füllt dessen Scorekarte aus. Für das eigene Ergebnis findet man eine entsprechende Spalte. Nach dem Spiel und dem Vergleichen der Scorekarten streicht man sein Ergebnis meistens aus.
Scratch
Ein Handicap von null, sozusagen ein Spieler, welcher ständig Par spielt.
Semirough
Ist das Gebiet zwischen Fairway und Rough.
Signature Hole
Ist das spektakulärste Loch eines Golfplatzes, sozusagen die “Visitenkarte”, welches den Platz einzigartig macht und gern für Fotoaufnahmen verwendet wird.
Slice
Hier wird die Ballkurve nach den Schlag beschrieben. Beim Slice startet der Ball nach links oder gerade und landet rechts vom angepeilten Ziel. Der Ball hat somit eine starke Rechts-Kurve gemacht. Bei Linkshandgolfern (Lefties) macht der Golfball bei einem Slice entsprechend eine starke Links-Kurve. Gegenteil von Hook. Auslöser: Das Handgelenk ist nach oben abgewinkelt.
Stableford
Diese Zählmethode wurde vom englischen Arzt Gordon Stableford 1898 erfunden, und basiert auf dem Prinzip, dass ein besonders schlechtes Resultat auf einem Loch, während der Runde nicht so schwer zählt als beim klassischen Zählwettspiel und daher leichter wettgemacht werden kann. Der Spieler erhält für jene Leistung, die er laut Handicap erzielen soll (“Netto-Par”) bei jedem Loch- 2 Punkte; pro Schlag den er weniger benötigt erhält er jeweils einen Punkt mehr, hingegen für einen mehr benötigten Schlag (“Netto-Bogey”) bekommt er noch einen Punkt, bei zwei oder mehr weiteren Schlägen erhält er keinen Punkt mehr. Bei einem Resultat von 36 Stableford- Punkten (18 Löcher mal 2 Punkte = 36) hat der Spieler sein Handicap erreicht.Spielform, bei der die Scores, an den einzelnen Löchern in Punkte umgerechnet werden. Sieger ist, wer nach 18 Löchern die meisten Punkte hat. Spielen Sie das Loch mit weniger Schlägen als ihr ” Netto Par”, so gibt es folgende Punkte:
5 Schläge – 3 Punkte,
4 Schläge – 4 Punkte,
3 Schläge – 5 Punkte,
2 Schläge – 6 Punkte,
1 Schlag – 7 Punkte
Vorteil dieser Zählweise ist es, dass ein Spieler bei einem völlig schlecht gespielten Loch, höchstens 2 Punkte verlieren kann, die er an anderen Löcher wieder mit guten Schlagzahlen aufholen kann.
Stroke Index
Schwierigkeitsgrad der Löcher.
Tee
Wenn man vom “Tee” redet, meint man entweder den Abschlagplatz des jeweiligen Loches oder den Stift, auf welchem man den Golfball für den Abschlag mit dem Driver setzt. Achtung: Wer beim Probeschwung oder bei den Schlagvorbereitungen den Ball vom “Tee” stößt, kassiert einen Strafpunkt. Mancher Flightpartner drückt aber auch ein Auge zu, ist es den meisten schon passiert.
Trolley
Wagen zum Befördern des Golfbags.

